Teilzeitjob Bundeswehr – die Abschaffung der Landesverteidigung (Teil 2)

Den letzten Artikel, der sich mit dem Treiben der ehemaligen Ministerin für alle außer Männer, Ursula von der Leyen, beschäftigte, habe ich mit dem Resumé geschlossen, dass die Maßnahmen die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr unterminieren. Wie nicht anders zu erwarten, war die „Kita-Initiative“ nicht der letzte Akt dieser kostspieligen und destruktiven Maßnahmen. Nun hat sich die Vollblut-Genderistin ein neues Feld auserkoren, um das ohnehin schon bürokratisch überbelastete Ressort der Landesverteidigung mit weiteren bürokratischen Hürden zu belasten: die Teilzeitarbeit. Das Frau von der Leyen so ihre Probleme mit Zahlen hat ist bekannt.

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Befassen wir uns nun mit einer neuerlichen Milchmädchenrechnung dieser Kanzlerinnenanwärterin. In toto lautet diese nämlich, dass das Ziel die Truppenstärke zu reduzieren damit erreicht werden soll, dass man die Truppenstärke erhöht! Wie das gehen soll? Ich weiß es nicht. Aber das Handelsblatt nimmt diesen Widerspruch unkritisch auf:

„Somit plane die Ministerin, die Anzahl der Bundeswehrsoldaten zu erhöhen, berichtete die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe und berief sich dabei auch auf Äußerungen der Ministerin im Magazin „Die Bundeswehr“. Diese Pläne beträfen demnach einen zentralen Punkt der Bundeswehrreform, mit der die Anzahl der Soldaten auf 185.000 reduziert werden soll.“ (Hervorhebungen durch den Autor)

Dieses Schmankerl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Paradoxie dieser Maßnahme lässt sich das Handelsblatt folgendermaßen erklären:

„Die Zeitung zitierte einen Sprecher des Ministeriums mit der Aussage, die Anzahl der Dienstposten solle gleich bleiben. Wenn aber Möglichkeiten für mehr Teilzeitarbeit geschaffen werden sollten, dann müssten sich entsprechend mehr Menschen um die bestehenden Aufgaben kümmern.“

Wie in diesem Zusammenhang das Ziel der Truppenreduktion erreicht werden soll ist dem Handelsblatt allerdings keine Frage wert. Auch die Frage nach der Optimierung und Kostenreduktion, die mit einer Umstrukturierung der Bundeswehr einher gehen sollten, ist für dieses „Qualitätsmedium“ kein Anlass, diese Widersprüchlichkeit  zu reflektieren. Fakt ist nämlich, dass diese destruktive Initiative den bürokratischen Aufwand erhöhen wird. Fest steht auch, dass diese Maßnahme den Steuerzahlern einiges an Mehrkosten einbringen wird. Ebenfalls ist mit einem zusätzlichen Einbruch der ohnehin schon weltweit belächelten Leistungsfähigkeit der deutschen Truppe zu rechnen.  Alle diese Auswirkungen stellen für das Mainstream-Blatt jedoch nicht den geringsten Grund einer kritischen Beurteilung dar.

Weiter im Text:

„Die Planungen bezögen sich auch auf die zivilen Mitarbeiter. Derzeit arbeiten nach Informationen der Zeitung rund tausend Soldaten und 10.000 Zivilbeschäftigte der Bundeswehr in Teilzeit.“

Wie man diesen Zahlen entnehmen kann, beträgt der Anteil der Teilzeitsoldaten lediglich einen Bruchteil, gemessen am Gesamtvolumen der Truppenstärke. Warum das so ist, muss eigentlich nicht näher erläutert werden. Der Beruf des Soldaten verlangt nämlich eine 100 prozentige Identifizierung mit der Berufung des Soldaten. Inwiefern Teilzeitbeschäftigung dieser Voraussetzung Rechnung trägt, erschließt sich mir nicht, wohl aber, dass sie genau das nicht tut.

 

Letztlich wäre noch zu klären, worin sich eine Erhöhung der Teilzeitkräfte bei der Bundeswehr eigentlich begründet. Da dieser Initiative keinerlei Optimierung oder Kostenreduktion zu Grunde liegt, müssen es folglich andere Faktoren sein, welche für Frau von der Leyen eine Notwendigkeit darstellen. Wie nicht anders zu erwarten, sind diese Faktoren ideologischer Natur. Hierzu weiter aus der „Qualitätspresse“:

„Die Ministerin will mit einem Ende Mai vorgelegten Acht-Punkte-Plan dafür sorgen, dass die Bundeswehr, die seit der Abschaffung der Wehrpflicht auf freiwillige Bewerber angewiesen ist, als Arbeitgeber attraktiver wird. So soll eine Karriere bei der Bundeswehr künftig auch ohne häufige Standortwechsel möglich sein, die Arbeitsumgebung und Unterbringung der Soldaten soll moderner, die Bundeswehr insgesamt familienfreundlicher werden.“

Babyfront

 

Für wen genau soll der Arbeitgeber Bundeswehr also mit der Teilzeit-Initiative attraktiver gemacht werden? Hierbei sei angemerkt, dass die Mainstream-Presse eigentlich keine Gelegenheit auslässt von „Soldatinnen und Soldaten“ zu faseln. Dass das Handelsblatt in diesem Fall diese Formulierung „vergisst“ und sich auf Soldaten beschränkt, lässt die Mutmaßung zu, dass es sich bei den jetzt schon rund 1000 Teilzeitstellen mehrheitlich um Soldatinnen handelt, und der Ausbau der Teilzeitbeschäftigung auch genau auf diese Zielgruppe ausgelegt ist.

 

Fazit:

Die Bundeswehr ist kein Beruf für Teilzeitbeschäftigung. Diese Initiative der Frau Ministerin ist ein weiterer, hinterhältiger Angriff auf die realen Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Gender-Mainstreaming. Dieser offensichtliche Hintergrund ist dem Qualitätsmedium Handelsblatt leider entgangen. Sollte man sich dort Gedanken über Auflagenverluste und zunehmend kritische Kommentare machen, wäre es vielleicht ratsam zu überlegen, ob solche Unterschlagungen und Irreführungen nicht einen (nicht unwesentlichen) Teil dieses Problems ausmachen.

 

Karsten Mende

 

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3 Kommentare zu „Teilzeitjob Bundeswehr – die Abschaffung der Landesverteidigung (Teil 2)

  1. (von den Sciencefiles hierher gekommen) eigentlich bin ich der Ansicht, dass die ganzen Kriegspielchen überflüssig sind und wir den Etat ruhig weiter kürzen sollten.
    Aber….
    Wenn schon, dann richtig, und die aktuellen Zustände sind wohl grotesk. Keine (relevante) Armee der Welt benötigt so viel Mann in der Heimatfront um so wenig Mann an die Einsatzorte zu senden wie die BW und gibt dafür auch noch knackige 32 Mrd€ aus.
    Hier müsste erst einmal dringend aufgeräumt werden ehe man daran auch nur denken kann einen Cent mehr auszugeben.
    Zu „Unliebsame Versetzungen an andere Standorte will die Ministerin eindämmen“ habe ich in der Erinnerung, dass der Niedergang der Legionen begann als sie fix stationiert wurden und auch vor Ort heiraten durften.

    1. Über Sinn und Zweck einer bewaffneten Truppe kann man wahrlich streiten. Aber Fakt ist, dass in Afghanistan Jungs von uns im Dreck wühlen, die mit einer Ausrüstung gesegnet sind, dass es einen graust. Die haben dort mit wirklich harten Burschen zu kämpfen, die alle Vorteile auf ihrer Seite haben. Die Strategie der BW sollte meines Erachtens nicht auf der Grundlage fußen, dass der Gegner sich reihenweise über unsere Ausrüstung totlacht.

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