Frauen in die Bundeswehr – wer Werbung macht, hat es nötig

Wissen Sie noch, welches primäre Ziel sich Frau Ministerin von der Leyen gesteckt hat? War es die Modernisierung der Ausrüstung? Oder vielleicht die Verbesserung der Einsatzfähigkeit? Vor zwei Jahren erschien bei T-Online eine Kolumne von Alexander Kissler. Zitiert sei folgende Einschätzung: “ Doch selbst dem gewaltskeptischsten Philanthropen leuchtet die Absicht ein hinter so viel Unfug, und diese Absicht verstimmt: Um den an Mars‘ Stelle getretenen Götzen Gleichstellung zu besänftigen, wird ihm ein weiteres Opfer dargebracht. Die Wehr soll verweiblicht werden, damit sie sich künftig weniger wehren muss.“

Das Ziel der Ministerin ist es, den Frauenanteil bei der Bundeswehr auf 15% der Truppenstärke auszubauen. Das scheint ein relativ geringer Anteil zu sein. Wo aber wird sich diese weibliche Minderheit konzentrieren?

"Rambona" im Einsatz? Wohl kaum!
„Rambona“ im Einsatz? Wohl kaum!

Bleiben wir realistisch. Die allgemeine „Gleichstellungskampagne“ hat in keinem Bereich eine Flächendeckende Auslastung durch „weibliche Fachkräfte“ zum Ziel. Es geht immer nur um Positionen in leitenden Funktionen, wie Aufsichtsräten oder Vorständen. So genannte Führungspositionen also. Daher hat die Frau Ministerin eine Kampagne gestartet, welche genau diese Klientel  zum Ziel hat. Herr Kissler kann sich, ob seiner düsteren Ahnungen, beruhigen: „Ich mag mir eine Gegenwart nicht ausmalen, die ihre Wege ins Gefecht mit Frauenleichen pflastert.“ Bilder wie oben werden in Einsatzsituationen der Bundeswehr kaum auszumachen sein. Derartiges Powergirl-Gepose wird sich allerhöchstens heimlich in den Spinden männlicher Rekruten wiederfinden.

Zur Werbekampagne von Frau von der Leyen hat Spiegel Online einen Artikel veröffentlicht. In einer Bilderserie sieht die Kampagne folgendermaßen aus:

Kampagnenbild von der Seite www.frauen-in-der-bundeswehr.de
http://www.frauen-in-der-bundeswehr.de
 www.frauen-in-der-bundeswehr.de
http://www.frauen-in-der-bundeswehr.de
www.frauen-in-der-bundeswehr.de
http://www.frauen-in-der-bundeswehr.de
 www.frauen-in-der-bundeswehr.de
http://www.frauen-in-der-bundeswehr.de

Spiegel Online Autorin Anna Reimann hat mit der Werbeaktion allerdings ein Problem, dass sich liest wie folgt: „Doch Achtung, Klischee-Alarm. Die Kampagne suggeriert zwei Dinge: Frauen werden nicht wegen ihrer Fähigkeiten gesucht, sondern weil sie gut aussehen. Zweitens: Frauen interessieren sich nur für Schuhe, Kleider und ihr Aussehen. Sie sind immer auch als Mutter im Einsatz. Und: Frauen sind nicht im normalen Arbeitsalltag, in der Normalität mit Männern und anderen Frauen abgebildet. Hinzu kommt: Dass auch um einen Dienst an der Waffe geworben wird, dass Frauen auch Panzer fahren oder Kampfjets fliegen, davon findet sich in der Kampagne nichts. Die Werber scheinen sich bemüht zu haben, dass dieser Gedanke bei der Betrachterin möglichst gar nicht erst aufkommt. Die Bundeswehr als Wellnessveranstaltung.“

Natürlich wirken diese Bilder wie eine Werbekampagne. Sie SIND eine Werbekampagne. Dass Frau Reimann das nicht kapiert, ist bezeichnend. Fastfood-Ketten werben doch auch nicht mit fetten Kindern. Da ist aber noch etwas anderes, was die Frau Journalistin nicht verstanden hat, dass nämlich genau der Typus Frau für Leitungspositionen angeworben werden soll, deren Lebenssituation der abgebildeten Kampagne so nahe kommt, wie nur irgend möglich. Es gehört schon eine gewaltige Portion Naivität dazu, wenn eine solch ausgeklügelte Kampagne auf einen „satirisch wirkt“ und man der lächerlichen Ansicht ist, dass diese DESWEGEN „daneben liegt“.

Die Kampagne wurde, laut augengeradeaus.net nach nur einem Tag gestoppt. Allerdings nicht, weil Frau Reimann diese Werbeaktion als „daneben“ betrachtet, sondern weil ein peinlicher Programmierfehler auf ein Werbebild von Haushaltstüchern verlinkt hatte. Die angeblich „fehlende Absprache zwischen dem zuständigen Personalamt  und Ministerium“ halte ich für vorgeschoben, da sich daran niemand gestört hätte, wenn dieser Freud’sche Link nicht passiert wäre.

Allerdings hätte Frau Reimann gewarnt sein können, wenn sie ihren eigenen Worten einen Sinn beimessen könnte. Denn sie selbst schreibt, bezüglich einer Werbekampagne der Bundeswehr aus dem Jahre 2013 : „Laut Bundeswehr haben Frauen aus der Bundeswehr sich die Kampagne überlegt, Werber hätten sie dann umgesetzt.“ Dazu eine Frage: Wieso soll das bei der neuerlichen Werbeaktion anders gewesen sein?  Da ist allerdings noch eine Frage, die (vor lauter Empörung) der Spiegel-Autorin entgangen ist. Wie passen Freizeit und ein eigener Stil in ein Berufsfeld, in dem genau diese Dinge vollkommen untergeordnet betrachtet werden müssen, und sich ein jeder, der diesen Beruf ergreift über diese Tatsache völlig im Klaren sein muss?

Mein Fazit zu dieser Werbeaktion schließt sich dem von Frau Reimann an. Diese Kampagne ist völlig daneben. Jedoch aus einem ganz anderen Grund. Und zwar nur, weil sie eine Farce beschreibt, mit der sich die Soldaten der Bundeswehr, zusätzlich zu den Problemen, die sie ohnehin schon haben, tagtäglich rumärgern müssen. Nämlich, dass karrieregeile Power-Tussis an ihnen vorbei in höhere Dienstgrade befördert werden, nur um irgendwelche ideologischen Wahnvorstellungen von Politikern  zu verwirklichen.

Karsten Mende

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7 Kommentare zu „Frauen in die Bundeswehr – wer Werbung macht, hat es nötig

  1. Wir sollten verlangen, dass alle Frauen in der Bundeswehr erstal 12-36 Monate in islamischen Ländern eingesetzt werden müssen. Gerüchten zufolge ist es wohl so, dass Islamisten am meisten fürchten von einer Frau getötet zu werden, weil sie dann direkt in die Hölle kämen… 😀

    Also husch, ein sach- und fachgerechter Einsatz für Frauen in der Bundeswehr!

      1. Wäre die Frage, ob das dann immer noch die Hölle für die IS-Leute bedeutet 😀 Sich über solche Hühner totlachen ist ja nicht das gleiche wie von ihnen direkt getötet zu werden…

    1. Absolut dafür !

      Gerade gestern hatte ich mir noch überlegt, dass man den Wehrdienst für Frauen einführen muss, auch ausgleichend im nachhinein ist dieser für Frauen geschuldet.

      Also so : Frauen müssen in den Wehrdienst, Männer können – wenn sie wollen – ein bezahltes, freiwiliges Jahr ableisten.

      Das Schulden uns die Frauen und diese Schuld muss abgeleistet werden.

      Den faulen Geschlecht keinen Zentimeter geben !
      Parasitismus MUSS ausgerottet werden !

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