Können diese Augen lügen?

Gestern bin ich über eine Meldung gestolpert, die mich aufhorchen ließ. Da hat eine 17-jährige,australische

Ist Cynthia Sin Nga Lam eine Erfinderin?
Ist Cynthia Sin Nga Lam eine Erfinderin?

Schülerin, mit Namen Cynthia Sin Nga Lam, ein Gerät erfunden, dass verunreinigtes Wasser auf Trinkwasserqualität säubern kann und gleichzeitig Elektrizität erzeugt. Das hört sich zunächst einmal großartig an. Die Kehrseite wäre jedoch nicht die Kehrseite, wenn sie diese Lobeshymne unhinterfragt beklatschen und nicht auch kritische Fragen darüber aufwerfen würde. Denn leider hat auch diese Geschichte ein Geschmäckle. Es ist eine Tatsache, dass das Prinzip der Beseitigung mikrobiologischer Verunreinigungen durch das Sonnenlicht nicht neu ist. Die Welt berichtete schon im Jahre 2007 darüber und mir ist ein Fernsehbeitrag bekannt, in dem ein Forscher aus der Schweiz  dieses Prinzip in afrikanischen Dörfern vorstellt, in dem er mit Wasser gefüllte Plastikflaschen auf die Dächer der Hütten legt. Das heißt, schon die primäre Eigenschaft dieses „Wundergerätes“, geht nicht auf den Erfindergeist der Schülerin zurück und ist viel einfacher und effizienter zu bewerkstelligen, vor allem aber: ein alter Hut.

Die sekundäre Eigenschaft dieser Apparatur soll sein, gleichzeitig zum Reinigungsprozess Strom zu erzeugen. Auf der Internetseite www.googlesciencefair.com kann man sich im Detail über den Versuchsaufbau informieren. Ich bin jedoch bei der Recherche zu diesem Artikel auf eine kritische Anmerkung eines Kommentatoren gestoßen, der sich mit derartigen chemischen Prozessen besser auskennt als ich. Ein User namens Eckard schreibt hierzu folgendes: „Es ist bekannt, dass Titandioxid photokatalytische Eigenschaften besitzt. Bei der Umwandlung von Stickoxid in der Luft zu wasserlöslichem Nitratsalz wird es Fassadenfarben beigemischt. Das UV Licht der Sonnenstrahlen sorgt dafür, dass aus NOx das wasserlösliche NO3 wird, was dann mit dem Regenwasser in die Kanalisation geht. Was das Mädchen da „erfunden“ haben will ist aber sehr okultistisch, denn Wasser kann man nicht auf photokatlytischen Wege mittels TiO2 in seine Bestandteile H2 und O2 aufspalten. – Denn dann würde bei den wie oben beschriebenen beschichteten Hauswänden bei Regen Knallgas entstehen, und das wäre gefährlich.“

Nun ja, es bleibt die Frage bestehen, ob dieses Prinzip nicht wenigstens in einem experimentellen Stadium schon untersucht worden wäre, auch wenn, wie einige andere User munkeln, diese nützliche Eigenschaft von Energiekonzernen unterdrückt worden sei. In Zeiten von funktionierenden Quantencomputern sollte das jedoch sehr verwunderlich erscheinen. Warum werfe ich also diese Fragen auf? Ist es etwa ein Zeichen von Missgunst? Oder Neid? Ganz gewiß ist es das nicht. Allerdings wäre es nicht ungewöhnlich, wenn eine Schülerin für nicht erbrachte Leistungen von der Presse hochgejubelt wird. Die ebenfalls aus Australien stammende vermeintliche Einhand-Weltumseglerin

Ertappte Betrügerin: Vermeintliche Einhand-Weltumseglerin Jessica Watson
Ertappte Betrügerin: Vermeintliche Einhand-Weltumseglerin Jessica Watson

Jessica Watson liefert ein geradezu bestechendes Beispiel dafür ab, dass für das Ziel, weibliche Leistungen zu glorifizieren gern auch betrügerische Mittel angewendet werden. Schauen Sie sich dieses Video an, und fragen Sie sich selbst, ob Jessica die Grundbedingung für eine Einhand-Weltumseglung, nämlich allein an Bord zu sein, erfüllt:

Offensichtlich tut sie das nicht! Daher verwundert es auch nicht weiter, dass Watson nicht in der Lage ist Seemeilen in Kilometer umzurechnen. Eine Seemeile entspricht 1,825 Kilometern. Und wenn Watson die Distanz von 23.000 nm mit einer Kilometerzahl von 38.000 vergleicht, belegt sie, dass sie nicht den blassesten Schimmer von Navigation besitzt. Trotzdem ist diese betrügerische Göre von den Medien als „Jüngste Einhand-Weltumseglerin“ gefeiert worden, obwohl sie auch noch andere Kriterien zur Erlangung dieses Titels missachtet hat. Auf einem Artikel der Süddeutschen kann man erahnen, wie die Prioritäten in Jessica Watson’s Leben verteilt sind. Diese Zeilen sprechen Bände. Lässt diese „Heldin“ doch die wichtigsten Bedingungen für herausragende Leistungen vermissen: Ernsthaftigkeit, Zielstrebigkeit und die Nutzung der Erfahrungen andrer. Für feministische Propaganda jedoch reicht dieser Betrug allemal aus.

Deshalb würde es mich nicht wundern, wenn die neuerliche weibliche „Wundertüte“ aus Down-Under ebenfalls lediglich einen feministischen Knalleffekt darstellen würde, und selbst der Aufbau der dubiosen Apparatur auf männliche Urheber zurückgeht, und nur dem Zweck dienen sollte dem Mädchen einen Forscher-Titel zu sichern.

Karsten Mende

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