Sodomie – keine sexuelle Störung?

Mit einer gewissen Freude nehme ich zur Kenntnis, dass diese Woche ihrem Ende entgegengeht. Denn diese Woche wird als die so genannte „Themenwoche Toleranz“ der ARD in die Annalen der Rundfunk und TV-Geschichte eingehen. Im Rahmen der generellen Schmierenkomödie, in der sich verschwindende Minderheiten gesteigerte mediale Präsenz und besondere Aufmerksamkeit für ihre persönlichen Anliegen verschaffen, ist der Medienkonsument ja schon einiges gewöhnt. Denn tagtäglich, auch abseits dieser besonderen Themenwoche, wird über die Medien, wie im Rausch, die Werbetrommel für ideologische Wunschvorstellungen gerührt. Sei es nun die „Gender“-Agenda einer gewissen „Profx.“ Lann Hornscheidt, die in der FAZ eine Huldigung für ihre völlig absurde Vergewaltigung der deutschen Sprache erhält, oder aber die absolute feministische Dümmlichkeit, mit der zur Zeit eine Diskussion über Ampelfrauen geführt wird.

Eine nur konsequente Frage, die sich mit Blick auf die permanente ideologische Berieselung stellt ist, inwiefern sich diese „Toleranzwoche“ eigentlich vom standardisierten, politisch korrekten Medienprogramm abgehoben hat? An für sich ist das eigentlich eine rhetorische Frage. Jedenfalls wäre es eine, wenn wir nicht mittlerweile in einer völlig abartigen und irrationalen Welt leben würden.

CSD: Normalität oder Freak-Show?
CSD: Normalität oder Freak-Show?

Ich bin wohl eher nicht der Typ, der sich grundsätzlich dem irrationalen Teil der Welt verschließt. Für mich haben mythische Vorstellungen von Fabelwesen und verzauberten Wäldern durchaus ihren Reiz. Auch halte ich Märchen, in denen Tiere die Rollen von Menschen und deren menschliche Charaktere einnehmen für alles andere als unnütz und überflüssig. Bis zu einem gewissen Grad können diese Mythen durchaus in der realen Welt ihren Wert haben. Allerdings kann man durchaus von einem krankhaften psychischen Verhalten sprechen, wenn Menschen aus der realen Welt völlig in irrationale Sphären abdriften und ihnen der Bezug zur Realität verlustig geht.

Insofern haben es die öffentlich-rechtlichen Toleranzwächter sogar geschafft, auf eine eigentlich rhetorische Frage eine Antwort zu geben. Das Jugendradio des Hessischen Rundfunks you.fm hat den gewagten Schritt getan, seiner Zielgruppe die abartigste pseudo-sexuelle Praxis als Normalität anzupreisen. In ihrem ideologischen Toleranzwahn scheuen sich die öffentlich-rechtlichen Medien nicht, eine strafbare Handlung, nämlich Sodomie, als „Animal Love“ zu verherrlichen.

"Animal Lover" oder Tierquäler?
„Animal Lover“ oder Tierquäler?

Stellvertretend für die Minderheit so genannter „Animal Lovers“ wird hier ein Mensch genannt, der mit dem Pseudonym „Komet“ auftritt und für den Sodomie lediglich eine „sexuelle Orientierung: wie Hetero- oder Homosexualität“ darstellt. Zwar wird in dem begleitenden Artikel darauf hingewiesen, dass „[l]aut der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten von 1992 […] Komets sexuelle Neigung als Störung“ gilt, jedoch nicht, ohne im nächsten Satz diese weltweit anerkannte Klassifikation dadurch zu revidieren, dass eine „Wissenschaftlerin“, namens Andrea Beetz, im Rahmen ihrer „Doktorarbeit“ zu einem anderen Schluss gekommen ist.

"Wissenschaftlerin" Andrea Beetz
„Wissenschaftlerin“ Andrea Beetz

Zitat (hr): „Die Wissenschaftlerin Andrea Beetz schreibt in ihrer Doktorarbeit zum Thema Zoophilie, Tierquälerei und Mensch-Tier-Beziehung, dass die Gefühle und die Wertschätzung der Zoophilen für die Tiere real sein können. Sie unterscheidet dabei zwischen Zoophilen und Zoosadisten – jene, die Tiere quälen.“

Zum ersten möchte ich darauf hinweisen, dass die Toleranz-Fanatiker diese Unterscheidung im zwischenmenschlichen Bereich rundweg ablehnen, denn einvernehmliche sado-masochistische Betätigung wird in keiner Weise tabuisiert. Im Gegenteil werden diese Betätigungen völlig zwanglos in die sexuellen Spielarten eingereiht (siehe Bild oben). Warum also wird dann im animalischen Kontext der Pseudo-Sexualität diese Unterscheidung erwogen?

Ich bin des Weiteren an anderer Stelle schon einmal auf den Begriff Sexualität eingegangen und habe im Zuge dieser Untersuchung festgestellt und begründet, was alles nicht unmittelbar zur Sexualität gezählt werden kann. in diesem Zusammenhang wird deutlich, dass hier erneut eine Form der nicht-sexuellen Handlungen als zu tolerierende sexuelle Vielfalt gepriesen wird. Hier zur Vereinfachung noch einmal die allgemeingültige Definition von Sexualität:

Sexualität [zɛks-] (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“, von spätlat. sexualis; aus lat. sexus „Geschlecht“; vgl. Sex) bezeichnet im engeren biologischen Sinne die Gegebenheit von (mindestens) zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen (Geschlechtern) von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus (Geschlechts) zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind.“

Sind in dieser Definition Begriffe, wie „Gefühle“ oder „Wertschätzung“ zu finden? Haben diese Begriffe überhaupt irgend eine Bedeutung im Zusammenhang mit Sexualität? Nein haben sie nicht! Kinder, die durch das abscheuliche Verbrechen einer Vergewaltigung gezeugt wurden, werden mir hier zustimmen, obwohl sie sich durchaus als ein Ergebnis eines sexuellen Aktes bezeichnen dürfen.

Es ist mir daher schleierhaft, wie die „Wissenschaftlerin“ Andrea Beetz im Rahmen ihrer „Doktorarbeit“ zu einem solch absurden Ergebnis kommen konnte, dass eine intime Verhaltensweise, welche eine der grundlegendste Bedingung missachtet, um als sexuelle Handlung gelten zu können, eben nicht als sexuelle Störung zu klassifizieren ist.

Karsten Mende

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5 Kommentare zu „Sodomie – keine sexuelle Störung?

  1. Das ist jetzt vielleicht eine dumme Frage, aber hast du die Arbeit von Andrea Beetz eigentlich gelesen?

    Steht da nicht drin, wie sie zu diesem Ergebnis kommt?

    Und wenn du “Wissenschaftlerin” in Anführungszeichen schreibst, muss ich doch fragen: Kennst du auch professionelle grundlegende Kritik an ihrer Arbeit? Ich sehe immer wieder, dass „Tierschützer“ abschätzig über Leute wie Hani Miletski oder Andrea Beetz sprechen, aber Kritik aus wissenschaftlicher Sicht an ihren Arbeiten, sehe ich so gut wie gar nicht. Kannst du mir da vielleicht weiterhelfen?

      1. Okay, aber es geht ja nicht darum, eine Aufgabenstellung mit wohlbekanntem Ergebnis zu untersuchen, sondern darum, ein Thema zu untersuchen, zu dem nur sehr, sehr wenige solide wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen.

        Aber gut, ich verstehe auch den ganzen Post hier nicht so richtig.

        Wenn du zuerst schreibst „in diesem Zusammenhang wird deutlich, dass hier erneut eine Form der nicht-sexuellen Handlungen als zu tolerierende sexuelle Vielfalt gepriesen wird. Hier zur Vereinfachung noch einmal die allgemeingültige Definition von Sexualität:“ und dich dann ausschließlich die Definition „im engeren biologischen Sinne“ statt auf die offensichtlich gemeinte weitere Definition „Im weiteren Sinn bezeichnet Sexualität die Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht. Zwischenmenschliche Sexualität wird in allen Kulturen auch als ein möglicher Ausdruck der Liebe zwischen zwei Personen verstanden.“ beziehst… Naja..

        Jemand hat einmal gesagt „Es gibt unzählige Behauptungen. Aber es mangelt oftmals an einer Begründung, die diese erst zu einer Meinung machen.“

        Wie gesagt, ich bin immer noch recht erfolglos auf der Suche nach Kritik aus wissenschaftlicher Sicht an ihren Arbeiten. Ich sehe nur, dass sie seither an zahlreichen Publikationen mit einer ganzen Menge verschiedener Leute zusammengearbeitet hat. Wenn sie so wissenschaftlich unhaltbare Aussagen tätigt, warum arbeiten dann so viele Leute mit ihr zusammen?

      2. Nun, als Wissenschaftlerin, die Frau Beetz zu sein vorgibt, sollte ihr die Definitionsgrundlage ihres Forschungsfeldes bekannt sein. Ich habe ausführlich begründet, warum alle Komponenten der Definition, die sich an „Im weiteren Sinne…“ anschließen eben nicht mehr Teil der Definition sein können. Einfach aus einer willkürlichen Laune wie dem verdrehten Zeitgeist heraus, irgendwelche Komponenten hinzuzufügen, die den Grundbedingungen der Definition entweder zuwiderlaufen oder aber völlig unerheblich zur Erfüllung der Definition sind, ist keine wissenschaftliche Methode, das ist Pseudo-Wissenschaft und im hiesigen Kontext politisch-ideologischer Missbrauch.
        Daher finde ich es nett, dass du deine Zeit mit der Suche nach wissenschaftlicher Kritik an Frau Beetz‘ pseudo-wissenschaftlichen Ergüssen verschwendest. Mehr aber auch nicht. Der von mir zitierte Auszug reicht vollkommen aus, um die akademische Lauterkeit dieser Titelträgerin in Frage zu stellen.

  2. Sodomie, als “Animal Love“…… Lann Hornscheidt mit ihrem Profx…. Rechtscheibreform…..

    Willkommen bei George Orwells 1984…. Wir arbeiten gerade am Neusprech 😉

    Und damit das keiner merkt, fangen wir ganz klein an.
    Sodomie wird gestrichen, dafür setzen wir die Worte „Tier“ und „Liebe“ zusammen. Natürlich in der Englischen Sprache, damit wir irgendwann auch der/die/das ganz einfach zu einem „the“ zusammenfassen können.
    Das zusammensetzen von „Tier“ und „Liebe“, hat den Vorteil, dass wir diese Wörter auch anders kombinieren können. So wäre „Kind“ und „Liebe“ der Ersatz für Pädophilie und „Profx“ und „Liebe“ der Ersatz für alle Kombinationen von Liebe unter Professoren. Egal ob Mann und Mann, Frau und Frau, oder Frau – Mann.
    Nachdem sich „Profx“ durchgesetzt haben, übernehmen wir diesen Begriff auch für normale Bürger. Da diese aber keine Professoren sind, fällt der „Prof“ weg und sie werden „X“ genannt.
    Natürlich werden wir dann auch sämtliche Vornamen außer „Malcom“ ebenfalls abschaffen 😉

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