Feminismus – Kampf gegen Anstand und Moral

Das Sprichwort „Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern“ hat sich im Zusammenhang mit der Washington Post vollauf bestätigt. Konnte ich gestern noch lobende Worte dafür finden, dass diese Zeitung einen Fall von Falschbeschuldigung einer angeblichen Massenvergewaltigung aufgedeckt hat, so ist es geradezu surreal, was man einen Tag später vom selben Blatt zu lesen bekommt. Unter der Überschrift No matter what Jackie said, we should automatically belive rape claims gibt die Feministin und Anwältin Zerlina Maxwell eine schier unfassbar zynische Rechtsauffassung zum Besten.

Feministin und "Juristin" Zerlina Maxwell
Feministin und „Juristin“ Zerlina Maxwell

Die Post hat mittlerweile versucht die Überschrift zu entschärfen und den diesem Artikel innewohnenden Zynismus zu verschleiern, in dem sie den Begriff „automatically“ mit „generally“ ersetzt hat. Problem: die URL macht diesen Vertuschungsversuch nicht mit. Ich bleibe deshalb bei er Originalfassung, denn der Artikel selbst gibt keinen Anlass für eine Abmilderung. Der Austausch der Begriffe dient lediglich dazu den Leser zu täuschen.

Maxwell vertritt also die Ansicht, dass es vollkommen unwichtig ist, ob eine Frau vergewaltigt wurde oder nicht. Die bloße Behauptung eines solchen Verbrechens soll ausreichen, einen beschuldigten Mann zu verurteilen und ins Gefängnis zu stecken. Dass eine solche Verfahrensweise juristisch zweifelhaft ist, scheint der „Juristin“ Maxwell überhaupt nicht in den Sinn zu kommen, wenn sie mit Begriffen wie „Täter“ und „Opfer“ jongliert, denn hier verschieben sich diese Begriffe. Das Opfer einer Falschbeschuldigung ist nämlich in dem Fall der beschuldigte Mann und Täter die lügende Frau, das nur mal so nebenbei.

Die Feministin Maxwell hat mit dieser orwellschen Rechtsauffassung jedenfalls nicht das geringste Problem. In ihrem krampfhaften Bemühen im „Kampf gegen Gewalt an Frauen“ ist dieser Feministin jedoch ein wesentlicher Umstand entgangen. Eine solcherart verdrehte Rechtslage hat eine Rechtsunsicherheit zur Folge, die Gewalttaten an Frauen geradezu herausfordert und Frauen in bestimmten Situationen die Ahndung einer realen Gewalttat erschwert.

Warum ist das so? Bisher ist durch Gerichtsverfahren jedem Angeklagten seine Schuld nachzuweisen. Dabei ist unerheblich, ob das in jedem Fall auch zweifelsfrei gelingt. Die Rechtslage ist erst einmal eindeutig. Durch die von Maxwell geforderte Umkehr der Beweislast wird die Rechtsfindung jedoch auf die Seite des Angeklagten verschoben. und das ist juristisch höchst problematisch. Das bedeutet nämlich, dass ein Beschuldigter den Verfahrensablauf bestimmen kann und mit einem guten (weil teuren) Anwalt immer in der Lage sein wird, sich seine Freispruch zu erkaufen, auch wenn er die Tat begangen hat. Angeklagte ohne entsprechende finanzielle Anlagen (mit einem Pflichtverteidiger) haben jedoch kaum mehr die Möglichkeit den Verfahrensablauf zu ihren Gunsten zu regeln und den Gerichtssaal als freier Mann zu verlassen, obwohl sie unschuldig sind! Was also sollte zukünftig einen finanziell minderbemittelten Mann davon abhalten einer Frau Gewalt anzutun, wenn er auch ohne Schuld als Schuldiger betrachtet wird? Was hält einen gut betuchten Mann von einer Gewalttat ab, wenn seinem Staranwalt die Rechtsfindung und damit letztlich auch die Urteilsfindung obliegt?

Die Hemmschwelle für eine solche Tat wird mit der von Maxwell geforderten Rechtslage in jedem Fall vollkommen aufgehoben. Es gäbe dann lediglich eine moralische Schranke, die einen Menschen davon abhalten könnte eine solche Tat zu begehen, und eine solche ist bei einem Gewalttäter ohnehin nicht vorhanden. Somit ist zu befürchten, dass Gewalt an Frauen durch diese Rechtsverdrehung eher zunehmen als abnehmen wird.

Zusätzlich würde diese Änderung, sollte sie denn kommen, Frauen einen Freibrief in die Hand geben, durch die Verbreitung von Lügengeschichten, Lebensläufe von unbescholtenen Männern zu zerstören und damit auch noch ungestraft davon zu kommen. in jedem Fall würde diese feministische Initiative moralisch verwerfliche und kriminelle Handlungen fördern. Ob es sich dabei nun um Gewalttaten oder Falschbeschuldigungen handelt. Das mag vielleicht ein Sieg für die menschenverachtende Ideologie des Feminismus sein, aber es wäre eine herbe Niederlage für unschuldige Männer, ebenso für Frauen, denen wirklich Gewalt angetan wurde, und die nicht mehr dazu in der Lage wären, einem reichen, grinsenden Gewalttäter, der seine Machtgelüste an ihr ausgelebt hat, beizukommen, nur weil sein Anwalt in der Position wäre, das Urteil für seinen Mandanten zu fällen.

Karsten Mende

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Ein Kommentar zu „Feminismus – Kampf gegen Anstand und Moral

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