Genderismus – Geisteswissenschaften sind vom Krebs zerfressen

Es dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass die so genannten „Gender Studies“, wie eine Krebserkrankung, deutsche Univeritäten befallen und hochgradig metastasiert haben. Wenn an einem biologischen Organismus eine Tumorerkrankung erkannt wird, gibt es heutzutage oftmals gute Chancen diese Erkrankung zu bekämpfen. Je früher man damit beginnt, desto besser sind seine Heilungschancen. Wenn eine solche Krankheit allerdings zu lange falsch diagnostiziert und deswegen nicht (oder falsch) behandelt wurde, wird die Krankheit am Ende siegen und den Organismus tödlich schädigen. Da man auch eine Universität als einen Organismus betrachten kann, werde ich am Beispiel der Humboldt-Universität zu Berlin aufzeigen, dass diese (aber nicht nur diese) unter einer schweren Krebserkrankung leidet.

Die Brüder Humboldt
Die Brüder Humboldt

Die Humboldt-Universität in Berlin war einmal eine der renomiertesten und angesehendsten geisteswissenschaftlichen Lehranstalten der Welt. Unbestreitbar hat es diese Ausbildungsstätte selbst durch die bisher dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte geschafft, ohne dass dadurch ihr Ruf nachhaltig in Zweifel geraten ist. Diese Universität hat die ideologischen Verwerfungen der Nazizeit durchgemacht, wie auch die Zeit der marxistisch-leninistischen Irrungen der DDR. Trotzdem galt ein geisteswissenschaftliches Studium an der HU etwas.

Neuerdings häufen sich aber Vorfälle an dieser Universität, die zu kritischen Eingebungen geführt haben, welche darin gipfelten, dass Forderungen laut wurden, einen gewissen „Studiengang“ aus dem universitären Betrieb zu entfernen und dessen Protagonisten der Universität zu verweisen. Hierbei handelt es sich um die Professuren und Professoren der „Gender Studies“. Der Vorwurf lautet, dass diese „Studies“ seit ihrer Einführung noch keinerlei akademische Leistungen vorzuweisen hätten, oder aber wenigstens sich weigerten sie offenzulegen. Dazu muss gesagt werden, dass die „Gender Studies“ keine eigenständige Disziplin darstellen, sondern lediglich als an andere Fachbereiche angekoppelt zu betrachten sind. In einem Schaubild, dass die HU treffend als „Spinne“ bezeichnet, sei dies veranschaulicht.

"Gender-Spinne" der HU-Berlin
„Gender-Spinne“ der HU-Berlin

Das so genannte „Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien“ (ZtG) hat sich an alle anderen Fachbereiche angegliedert und bildet somit ein sehr mächtiges Netzwerk an der Universität. Dieses Netzwerk ist es, dass man grob mit dem Begriff „Gender-Studies“ umreißen kann. Dass diese „Studies“, anders als es ihr Name suggeriert, noch keinerlei wissenschaftliche Erkenntnis produziert haben, sich beharrlich weigern diesen unsäglichen Umstand auch nur zu kommentieren und sich statt dessen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit darauf beschränken ihre Kritiker zu diffamieren, gibt den Vorwürfen jedoch ihre Legitimation. Auf diese Art funktioniert Wissenschaft nicht. Wissenschaftliches Arbeiten ist die methodisch belegbare und überprüfbare Herangehensweise an ein Forschungsfeld. Das bedeutet letztlich, dass ein Forschungsergebnis dieser Überprüfung standhalten muss, um als Erkenntnis gelten zu können. Kann es das nicht, ist es ein Irrtum. Kann etwas nicht falsifiziert werden, weil es von vorn herein festzustehen hat, ist es kein Forschungsergebnis und damit keine Erkenntnis aus einer wissenschaftlichen Arbeit, sondern Ideologie. Und genau diese ideologisierte Verfahrensweise umgibt die vielen, sich zum Teil vehement widersprechenden Theorien der „Gender-Studies“. Lediglich eine ideologische Nähe zum Feminismus hat dieses Netzwerk aufzuweisen. Damit sind die pseudowissenschaftlichen Produkte der „Gender-Studies“, unter Berücksichtigung der staatsfeministischen Förderung, konsequenterweise ausschließlich politisch-ideologischer, aber auf keinen Fall wissenschaftlicher Natur.

"wissenschaftliche Arbeit" von Lann Hornscheidt
„wissenschaftliche Arbeit“ von Lann Hornscheidt

Darüber hinaus ist der einzig nennenswerte Output dieser „Gender Studies“, der es bislang an die Öffentlichkeit geschafft hat, auf eine winzige Tabelle sprachlicher Verwirrungen zu reduzieren, die es gewaltig in sich haben. Diese, von einer gewissen Prof. Dr. phil. Lann Hornscheidt erdachten Veränderungen sind, kaum dass sie veröffentlicht wurden, zu einer heftigen Kontroverse ausgeartet. Die maßgeblichste Frage, die sich hier stellt ist, ob dieser sprachliche Wirrwarr als Wissenschaft zu betrachten ist. Wenn man eine Sprache als ein allgemeingültiges Kommunikationsmittel  begreift, kann man diese Frage getrost verneinen. Hierbei handelt es sich eindeutig nicht um Wissenschaft, sondern lediglich um den Drang nach einer sprachlichen Veränderung aufgrund der persönlichen Neigung von Lann Hornscheidt, die sich darin ausdrückt, dass Frau Hornscheidt Probleme mit ihrer individuellen Geschlechtsidentifizierung hat. Diese Probleme haben dazu geführt, dass Frau Hornscheidt Menschen, die mit ihr Kontakt aufnehmen wollen, mit absurden Forderungen dazu zwingt, ihre ganz persönliche Sprachregelung gebrauchen zu müssen. Eine Sprachregelung also, die nur ihr und einem sehr kleinen Kreis von ihr indoktrinierter Personen überhaupt bekannt ist. Dass unter diesen Umständen kein akademischer Diskurs möglich ist, versteht sich von selbst. Denn warum sollte ein Forscher, der eine gegenläufige Ansicht als Frau Hornscheidt vertritt, sich dazu genötigt sehen, diese, für ihn nicht geläufigen, Formulierungen zu benutzen? Hier wird deutlich, dass dem ZtG, und dem von ihm geschaffenen Netzwerk, nicht an wissenschaftlichem Austausch gelegen ist, sondern nur auf ideologisch gleichgeschalteter Art kommuniziert werden darf.

Damit ist das ZtG in etwa mit einem Primärtumor zu vergleichen, der sich in das Zentrum der Wissenschaft eingenistet hat, und über seine Metastasen in Form der „Gender Studies“ die diversen Fachbereiche der Wissenschaft anfällt und deren akademische Lebensenergie auszehrt…

…und sie letztlich damit tötet.

Eine Heilung ist leider nicht wahrscheinlich, denn auch der Kopf dieses Organismus ist bereits befallen und nicht mehr dazu im Stande, adäquat auf die für die Wissenschaft bedrohliche Situation zu reagieren. Die Universitätsleitung hat sich nämlich dafür entschieden, diesen Krebs nicht nur zu erdulden, sondern ihm auch noch zu huldigen. In einer Erklärung hat sie ihre ausdrückliche Solidarität mit den sie befallenen Krebszellen erklärt und damit das durch das ZtG gefällte Todesurteil für die Geisteswissenschaften an der Humboldt-Universität bekräftigt.

Karsten Mende

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5 Kommentare zu „Genderismus – Geisteswissenschaften sind vom Krebs zerfressen

  1. Und hier noch mehr Futter:

    Stefan Hirschauer: Wozu Gender-Studies? Ein Forschungsfeld zwischen Feminismus und Kulturwissenschaft, (S. 880-882)

    Das ist eine Breitseite gegen die Gender Studies. Noch erschütternder sind nur die Statistiken. Fünf Professuren in ganz Bayern, weit über 30 (jeweils) in Berlin und NRW. Schon merkwürdig, dass gerade (noch) prosperierende Bundesländer sich die wenigsten Metastasen an den Hals holen.

    http://www.forschung-und-lehre.de/wordpress/Archiv/2014/ful_11-2014.pdf

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