Höhenkrank – Genderismus an österreichischen Schulen

In Österreich regt sich langsam Widerstand gegen den Genderismus an Schulen. In den Salzburger Nachrichten findet sich heuer ein Artikel ein, der sich mit dem Thema der „gendergerechten“ Sprache in Schulbüchern befasst. Der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen kritisierte die Unlesbarkeit der darin abgefassten Texte. Der Verbandsvorsitzende Theodor Saverschel meint zu Recht, dass ein Schulbuch, dass gender-ideologisch entstellt wurde, seinem eigentlichen Zweck nicht mehr gerecht werden kann.

Herr Saverschel äußerte seine Bedenken wie folgt: „Ein Schulbuch ist dazu da, um von Schülern verstanden und gebraucht zu werden sowie Lehrinhalte zu vermitteln“ und „Lesen ist ein sehr komplexer Vorgang […] Beim Lernen und Üben ist es wichtig, dass die Worte rasch erfasst werden. Durch das Zerhacken mit Schrägstrichen wird das so gut wie unmöglich gemacht.“

Um dieses Anliegen zu unterstreichen sei hier ein Auszug aus einem Deutsch-Lehrbuch zitiert, verbunden mit der Frage, ob die Genderisten im Bildungsministerium nicht fähig sind, den Sinn von Kollektivbegriffen und dadurch den Unsinn ihrer vermeintlich geschlechtergerechten Sprachverrenkungen zu erfassen:

„Arbeitet nun zu zweit. Lest den rechts stehenden Text (S.7) folgendermaßen: Eine/r ist Zuhörer/in, der /die andere ist Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen. Der/die Vorleser/in muss angeben, ob die Zusammenfassung richtig war. Wechselt euch nach jedem Textabschnitt in der Rolle ab“

In Österreich wird das Bildungsministerium von der SPÖ-Frauenvorsitzenden Gabriele Heinisch-Hosek geleitet. Sie fungierte im Nationalrat außerdem als „Gleichbehandlungssprecherin der SPÖ“.

SPÖ-Feministin Gabriele Heinisch-Hosek
SPÖ-Feministin Gabriele Heinisch-Hosek

 Die eine berechtigte Frage ist, ob die Frau Ministerin als überzeugte Feministin diesem Anspruch überhaupt gerecht werden kann. Die andere ist, ob Frau Ministerin mit der Legitimierung derartiger Texte ihrer Funktion als Bildungsministerin gerecht wird. Aus ihrem Ministerium heißt es jedenfalls: „Es werden jene Schulbücher genehmigt, die die Genderaspekte ausreichend beachten“ und weiter „Das beinhaltet auch eine geschlechtergerechte Sprache, da sowohl Mädchen als auch Buben sich angesprochen fühlen sollen. Gendergerechte Sprache und Lesbarkeit schließen einander nicht aus.“

Einem nicht genderistisch verblendeten Zeitgenossen geht jedoch Lesbarkeit und Verständlichkeit bei einem Text wie oben vollends ab. Auch nagt ein derartiger Unfug am Verständnis zum Lehrauftrag von Deutschlehrern, deren Aufgabe es eigentlich ist, Schülern den flüssigen und sicheren Umgang mit der deutschen Sprache zu lehren. Der müßige Verweis auf die Kinder mit „nichtdeutscher Muttersprache“ ist hier völlig überflüssig, da ein solcherart gender-verstümmeltes Kauderwelsch auch deutschsprachigen Kindern kaum vermittelbar und darüber hinaus einfach nur grammatikalisch falsch ist. Es ist Ideologie, bar jeglicher Vernunft und jeglicher Gerechtigkeit, da der heranwachsenden Generation das Recht verwehrt wird die deutsche Sprache richtig zu erlernen.

Strittig ist ebenfalls die rechtliche Legitimation solcher Gender-Initiativen. Wie schon in Deutschland zum „Bildungsplan 2015“ werden auch in Österreich solche ideologischen Angriffe auf die Schülerschaft über so genannte Leitfäden in Gang gesetzt. Das „Bundesministerium für Bildung und Frauen [sic!]“ soll, laut Salzburger Nachrichten, auch einen solchen Leitfaden erarbeitet haben. Nach intensiver Suche auf der Seite des Ministeriums bin ich fündig geworden. Wie auch in Deutschland lassen die Formulierungen, mit denen das von keiner Legislative genehmigte Verfahren des „Gender-Mainstreaming“ die Gesellschaft unterwandert, keine Zweifel an der Kompromisslosigkeit der Genderista zu. Daher mutet es geradezu rührselig an, wie der österreichische Elternverband nun, da die Würfel hierzu längst gefallen sind, sein leises Stimmchen des Protests erhebt. Aber ein Anfang ist damit gemacht. Bisher konnten Genderisten in Österreich völlig unbehelligt walten, wie es ihnen passte. Das ist nun vorbei.

Karsten Mende

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6 Kommentare zu „Höhenkrank – Genderismus an österreichischen Schulen

  1. Ist der Frau ja offenbar nicht so wichtig mit der Bildung, sonst hätte sie die Pressemeldung nicht abgenickt.

    > Es werden jene Schulbücher genehmigt, die die Genderaspekte ausreichend beachten

    … ist enorm schlechtes deutsch. Es heißt korrekt „Es werden diejenigen Schulbücher genehmigt, welche Genderaspekte ausreichend beachten“. Oder „Es werden solche Schulbücher genehmigt, die Genderaspekte ausreichend beachten“. Oder mirwegen „Es werden jene Schulbücher genehmigt, die Genderaspekte ausreichend beachten“. Aber never, ever benötigt man im Deutschen ein „die die“. Nachdem das auch noch ein Plural folgt, ist das Prolosprech. Kann man gleich „die wo“ schreiben.

    1. Die gesamte Genderista zeichnet sich nun einmal durch geistige Mittelmäßigkeit aus. Mag Frau Heinisch-Hosek ihre Matura abgelegt und ihr Lehramtsstudium bestanden haben, sagt das noch lange nichts über ihre intellektuellen Fähigkeiten, sehr wohl aber eine Menge über ihren ideologischen Eifer aus. Obwohl bei Gender-Mainstreaming die Logik allgemein zum Abschuß freigegeben wurde, werden die härtesten Geschütze gegen die Logik der Sprache aufgefahren. Verwirrung und Umkehr der Begriffsdeutung sind hierbei allgegenwärtig. ALLE angeblich überholten Regeln und Gesetzmäßigkeiten sollen durch die Genderei aufgehoben werden. Solche geistigen Glühwürmchen, wie Frau Ministerin H-H, sind, ob ihrer störrischen Verbissenheit, ideal für diese Zwecke.

      1. Wenn opportunistisches Wohlverhalten als geistig hochwertige Leistung ausgewiesen werden sollte, stimmt die Behauptung so natürlich nicht mehr. Die kryptischen Verklausulierungen genderistischer Texte stellen ebenfalls keine akademisch anspruchsvollen Herausforderungen dar, sondern lediglich gelungene ideologische Indoktrination. Wo also wäre in diesen Kreisen höherer Intellekt zu finden? Auf ihre akademischen Minderleistungen angesprochen, waren Genderisten bis heute nicht im Stande eine überzeugende Gegendarstellung zu liefern und die Wissenschaftlichkeit ihrer Ideologie zu belegen. Also bleibe ich dabei.

      2. Ich denke die Genderista sind weit weniger als mittelmäßig …

        Das Glas ist eben nicht voll, nur weil es nicht halb leer ist. Es ist tatsächlich furztrocken … war wahrscheinlich nie was drin, im Gendaglas!

        Kurz, ich halte Mittelmäßigkeit hier für pure Schmeichelei.

        „Akademische Minderleistungen“ trifft’s aber auch.

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