Transsexuelle Lotterie

Männlein? Weiblein? Es gibt da wohl eine verschwindend geringe Anzahl von Individuen, die diese Frage für sich nicht beantworten können. In neuerer Zeit wird jedenfalls ein erheblicher politischer Aufwand betrieben, dieser Minderheit eine gesonderte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. In der Geschlechterdebatte ist diesem Personenkreis die Opferrolle zugedacht worden, über die diese krankhafte Veranlagung in die Reihe besonders schützenswerter Geschlechtsattribute gestellt werden soll.

Jedenfalls gibt es nun im US-Bundesstaat Kentucky einen Gesetzesvorschlag des republikanischen Senators C.B. Embry, der unter Gender-Wahnsinnigen für helle Aufregung sorgt. Sollen, laut Washington Post doch Schüler mit einer Geldsumme von 2.500 USD „belohnt“ werden, wenn sie transsexuelle Schüler auf der „falschen“ Toilette ausmachen und daraufhin denunzieren. Senator Embry ruderte zwar zurück, da er seinen Vorschlag nicht als Anreiz zum Abkassieren betrachtet sehen möchte, aber prinzipiell bleibt er bei seinem Vorhaben.

Senator C.B. Embry startet eine überaus fragwürdige Gesetzesinintiative
Senator C.B. Embry startet eine überaus fragwürdige Gesetzesinitiative

Die Begründung für seinen Vorschlag zitiert der Focus folgendermaßen: „Eltern haben die berechtigte Erwartung, dass ihr Kind sich nicht vor Mitschülern anderen Geschlechts ausziehen muss und dass sich auch keine Mitschüler anderen Geschlechts vor ihnen entblößen.“ Mir ist zwar nicht bekannt, wie die Toiletten an US-amerikanischen Schulen aussehen, aber es dürfte sich in der westlichen Welt zumindest der Standard von abgeschlossenen Räumen durchgesetzt haben, so dass es keinem Schüler passieren können sollte, sich entblößt den Blicken von Mitschülern aussetzten zu müssen. Was zum schulischen Hygienestandard, zumindest an deutschen Schulen, zu sagen wäre, ist, dass nahezu jeder Schüler Schmerzensgeld verlangen könnte, nur weil er dazu genötigt würde, überhaupt auf eine solche Toilette zu gehen. Aber möglicherweise sind die Standards in den USA da andere.

Hygienestandards an Schulen
Hygienestandards an Schulen

Was das leidige Gender-Thema angeht, dass laut Thomas Aberli, dem Direktor der Atherton High School in Kentucky, eigentlich überhaupt kein Thema sei, stellt sich mir trotzdem die Frage, wieso dieser Themenkomplex der „anderen Sexualität“ derartig in den Medien zentralisiert wird. Warum wird diese mediale und politische Intensität in ein Thema investiert, dass angeblich keines ist? Es ist nur eine unter mehreren Widersprüchlichkeiten in diesem Gender-Komplex, der sich bisher jeder sachlichen Auseinandersetzung widersetzt. Eine andere ist, dass die Klassifizierung von nicht-heterosexuellen Identitäten immer in dem Kontext dargestellt wird, der gerade erwünscht ist. Einerseits wird jede, von der Heterosexualität, abweichende Geschlechtsidentität als normal betrachtet, deren Status zudem durch diverse politische Initiativen überhöht und glorifiziert, andererseits wurde zum Beispiel Transsexualität jedoch von der WHO als „Störung der Geschlechtsidentität“ klassifiziert.

Dass diese Klassifizierung im Jahr 2015 in „geschlechtliche Nichtübereinstimmung“ umetikettiert werden soll, ändert nichts an der faktischen Erscheinung als Identitätsstörung, sondern ist dem massiven Einfluß von Genderisten auf Institutionen wie die WHO zuzuschreiben *). Dass diese Klassifizierung lediglich aufgeweicht, aber nicht gänzlich aufgehoben werden soll, lässt sich möglicherweise damit begründen, dass es hin und wieder nützlich sein kann als Transsexueller eben doch als krank zu gelten, spätestens wenn solche Gesetze, wie das oben beschriebene, verabschiedet werden und massive Regressansprüche geltend werden können.

Auf der anderen Seite beeilt man sich jedoch bei Wikipedia Transsexualität als angeboren und unheilbar zu bezeichnen und damit den krankhaften Zusammenhang dieser Störung zu verschleiern. Auch hier wird ein Widerspruch der Gender-Ideologie deutlich. Bemühen sich ihre Vertreter doch eifrig Heterosexualität und die geschlechtliche Rollenverteilung als anerzogen und konstruiert zu beurteilen und daraufhin erzieherische Maßnahmen

Gender-Wahn: Rollenbilder stehen Kopf
Gender-Wahn: Rollenbilder stehen Kopf

in Gang zu setzen, die diese Rollenbilder auf den Kopf stellen sollen.

Wir sehen also, dass Gender-Mainstreaming eine Ideologie völliger Willkür ist, in der es nicht einen Ansatz fundierter Erkenntnis gibt, die auch nur eine These dieser wirren „Queerköpfe“ zu bestätigen vermag. Alles am Genderismus ist vage und nicht greifbar. Die so genannten „Gender Studies“, die keine Wissenschaft sind, da sie sich jeglicher wissenschaftlicher Methode verschließen und sich konsequent weigern Auskunft über ihre „Forschung“ zu geben, sind lediglich ein ideologisches Gespinst aus lesbisch-feministischen Kreisen mit dem Ziel die Wissenschaft zu zerstören und sich ein Auskommen auf Kosten der Steuerzahler zu verschaffen. Begleiterscheinung dieser Ideologie ist, dass Menschen mit gestörter Geschlechtsidentität nicht mehr geholfen werden kann ihre Krankheit zu erkennen und behandeln zu lassen, sondern dass sie noch darin ermuntert werden ihre individuelle Störung zu einem gesellschaftlichen Problem aufzubauen, das es so kaum gibt. In sofern ist der Vorschlag von Senator Embry nichts als heiße Luft, da die Chance, über ein solches Gesetz 2500 USD einzustreichen, in etwa der Chance gleichkommt den Jackpot einer Lotterie zu gewinnen. Aber immerhin ist Transsexualität mal wieder vom Mainstream als scheinbar relevantes Thema aufgebauscht worden, dass es eigentlich nicht ist. Die Gender Ideologie ist und bleibt Betrug. Es ist einfach nur schändlich, zynisch und asozial verwirrte und psychisch kranke Menschen zur Legitimation dieser Ideologie zu missbrauchen.

*) Das so genannte „Gender Mainstreaming“ wurde von der UNO in überstaatliche Instituionen (EU) und staatliche Parlamente eingeschleust, ohne dass es dazu jemals eine demokratische Legitimierung gegeben hätte.

Karsten Mende

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5 Kommentare zu „Transsexuelle Lotterie

  1. Wenn man die hilflose Antwort der norwegischen „Gender-Experten“ auf die Fragen des das Gender-Paradoxon abklärenden Harald EIA betrachtet (vereinfacht): „Wir haben die bessere Theorie, daher kann die Empirie nicht stimmen“ sieht man zwar den Unsinn, aber nicht die Gefahr des Genderismus für Frauen und Kinder. Die Überredungs-Ideologie, dass Gleichberechtigung nur durch Aufhebung der Geschlechtrollenunterschiede möglich sei, kann bei Frauen mit den anderen selbst erlebten motivationalen Grundlagen zu inneren Konflikten und damit zu Depression und anderen ernsthaften psychischen Problemen führen. Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent, Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa
    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann und über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 nachzulesen]

    1. Dem ist nur hinzuzufügen, dass die psychischen Probleme der Rollenbildumverteilung sich auch bei Männern beobachten lassen , deren Frauen krampfhaft versuchen, sie an den Wickeltisch zu zwingen, weil sie selbst diesem genderistischen Irrglauben erlegen sind.

  2. > Mir ist zwar nicht bekannt, wie die Toiletten an US-amerikanischen Schulen aussehen

    Tatsächlich habe ich noch vor gut 20 Jahren in einem Gym einer US-amerikanischen ‚Elite‘-Universität an der Ostküste eine Männertoilette mit ca. 30 nebeneinander angebrachten Toilettenschüsseln ohne dazwischenliegenden Sichtschutz erlebt. Die Dinger wurden allerdings zur Verrichtung des ‚großen Geschäfts‘ von praktisch niemandem benutzt, da es auch (in einem anderen Toilettenraum) Schüsseln in Einzelkabinen gab.

    Hat mich damals ob der ansonsten für europäische (und erst recht nord- und mitteleuropäische) Gewohnheiten extrem anzusehenden Prüderie bzgl. Nacktheit im damaligen Gastland überrascht. Ein Mitbewohner erklärte auf Nachfrage, dass das gemeinsame ‚in Reihe abdrücken‘ wohl noch aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg stamme (wäre das so, wäre es auf jeden Fall im Ggs zu den Schüsseln, die waren modern…). Naja, wenn so’ne Football-Mannschaft plötzlichen gleichzeitigen Stuhldrang verspürt….

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