Manuela Schwesig – eine ideologische Amokfahrt

Die blonde Frauenministerin Deutschlands, Manuela Schwesig (SPD), ist nicht für Zurückhaltung oder gar Besonnenheit bekannt, sondern für blindwütigen, unreifen und immens teuren Aktionismus. Im Rahmen ihrer ideologischen Amokfahrt hat sie nun neue Koordinaten festgelegt: die „24-Stunden Kita“. Laut Frankfurter Allgemeine, die sich wiederum auf die „Freie Presse“ beruft (keiner will’s gewesen sein), soll dieser (angeblich nicht) geplante totale Kindesentzug in einem 100-Millionen-Euro Programm enthalten sein, dass der zunehmenden Zerstörung von Familien mit staatlicher Erziehung entgegenwirken will. Damit bekommen die Kitas die Rolle von Kinderheimen, wobei es nur eine Frage der Argumentation ist, dass Familien, die ihre Kinder über Nacht in staatliche Betreuung geben, das Sorgerecht entzogen werden wird. Es wird sich darüber hinaus sicherlich die eine oder andere „Alleinerziehende“ finden lassen, die sich für eine totale Fremderziehung ihres Kindes überreden lassen wird.

Manuela Schwesig plant 24-Stunden-Kita
Manuela Schwesig plant 24-Stunden-Kita

Bei renitenteren Eltern, die sich diesen Plänen widersetzen, werden Zwangsmaßnahmen folgen (siehe Zwangs-Sexualisierung in Schulen). Zu erst wird jedoch die Infrastruktur aufgebaut. Diese lässt zur Zeit nämlich keinen Raum für solche Maßnahmen. Der so genannte „rechtliche Anspruch auf einen Kita-Platz“ war ein Schritt in diese Richtung. Dadurch wurde ein massiver Ausbau von Kita-Plätzen legitimiert. Dass dem „Recht auf einen Kita-Platz“ bald die „Pflicht zur Kita-Betreuung“ folgen wird, ist unter der staatsfeministischen Ideologie nur allzu logisch. Familien werden nicht umsonst als „tradiert“ in Misskredit gebracht.

Man kann Frau Schwesig gern Naivität und Unerfahrenheit vorwerfen, aber man muss ihr bei ihrem Tun zugestehen, dass es wohl kaum ein anderes Ressort in der Regierung gibt, dass mit einer ähnlichen Zielstrebigkeit und Durchsetzungskraft geführt wird wie das Frauenministerium, dass vom Volksmund den passenden Beinamen „Ministerium für alle außer Männer“ verpasst bekommen hat. Und weil die Pläne zur totalitären Machtausübung über die Amtszeit von Frau Schwesig hinaus reichen, ist kaum damit zu rechnen, dass es mit einer Nachfolgerin in ihrem Amt eine Umkehr zu besonnener Familienpolitik geben wird. Ob Frau Schwesig dabei in der Lage ist zu begreifen, welche Konsequenzen ihre Amtsführung nach sich zieht ist daher genau so unwichtig, wie es sinnlos ist eine Ablösung der Frauenministerin in Erwägung zu ziehen. Namen sind Schall und Rauch, und Personalien (ich möchte in diesem Fall nicht von Persönlichkeiten sprechen) haben in der Politik keine Bedeutung.

Entscheidend ist, dass politische Initiativen, die von der bloßen Erwägung bis zur Durchsetzung keinerlei bürokratische Hürden zu nehmen haben, übergeordneten Machtinteressen dienlich sind. Solche Interessen liegen zumeist meilenweit hinter dem Wahrnehmungshorizont solch einfältiger Politikdarstellerinnen, wie Manuela Schwesig eine ist.

Karsten Mende

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11 Kommentare zu „Manuela Schwesig – eine ideologische Amokfahrt

  1. ‚vom Volksmund den passenden Beinamen “Ministerium für alle außer Männer” verpasst bekommen‘

    Manuela bezeichnet sich selbst als Frauenministerin. Das sagt schon alles über deren begrenzten Horizont.

    Bei der 24-Stunden_kita wird es aber wohl nicht darum gehen, dass Kinder dort rund um die Uhr dauergeparkt werden. Es gibt auch Berufe, bei denen Rund um die Uhr gearbeitet werden muss. Wenn nun Nachtschicht und Wochenddienst anstehen, dann müssen die Kleinen eben auch versorgt werden.

    Früher, als die Familien noch sich selbst überlassen und damit intakt waren, konnten Mann/Frau sich bei der Betreuung noch abwechseln. Sogar vier Großeltern soll es damals noch gegeben haben, die auch einspringen konnten. Heute hat die regiernde Feminista jedoch Familien weitestgehend abgeschafft. Durch den akademischen Raubbau an funktionierenden, weil natürlichen, Verhältnissen entstehen eben immer neue Probleme und immer neue Löcher müssen gestopft werden.

    1. „Bei der 24-Stunden_kita wird es aber wohl nicht darum gehen, dass Kinder dort rund um die Uhr dauergeparkt werden. Es gibt auch Berufe, bei denen Rund um die Uhr gearbeitet werden muss. Wenn nun Nachtschicht und Wochenddienst anstehen, dann müssen die Kleinen eben auch versorgt werden.“

      Das ist die offizielle Argumentation. Die ist auch im FAZ-Artikel zu finden. Schön und gut. Aber die Erfahrung zeigt doch, dass sich hinter vermeintlich guten Absichten zumeist ganz andere Hintergründe auftun. Zumindest bietet eine 24-Stunden-Kita die praktische Möglichkeit zu vorgreifendem dauerhaften Kindesentzug. Von der nächtlichen Unterbringung in einer Kita bis zum Jugendrichter, der das Sorgerecht entzieht, ist es nur ein kleiner Schritt.

      1. >Von der nächtlichen Unterbringung in einer Kita bis zum Jugendrichter, der das Sorgerecht entzieht, ist es nur ein kleiner Schritt.<

        Nö, so ist das nicht. Denn dafür haben die schon Heime. Die sollen zudem ein gutes Geschäft sein für die Städte und Gemeinden. Und einweisen tut dann das örtliche Jugendamt. Hab mal was von 3000 EUR gelesen, den so ein Platz pro Monat kostet und der nicht von der Gemeinde bezahlt wird.

        Gruß
        Reiner

      2. “ Denn dafür haben die schon Heime.“

        So war das auch gemeint. Soll heißen: wer sein Kind nachts in der Kita lassen muss, ist nicht in der Lage für Erziehung zu sorgen und schwupps… Kind weg. Da kommt noch eine kleine nachbarliche Denunziation hinzu und das war’s.

        Gruß zurück

  2. Die 24-h-Kita kenne ich von einer Doku aus den USA. Dort müssen einige/viele Menschen ja schon teilweils in 2-3 Jobs arbeiten um über die Runden zu kommen und haben von daher keine Zeit mehr für die Kinder. Dort werden Kinder dann noch im Halbschlaf um 5 Uhr morgens in der Kita abgegeben und abends, wieder kurz vorm einschlafen wieder abgeholt.

    Ich hoffe doch sehr, dass sich da hier nicht auch irgendwann durchsetzen wird.

  3. Der Arbeitgeberverband freut sich.
    Eine grössere Zahl an Arbeitssuchenden bedeutet gemäss dem Gesetz von Angebot und Nachfrage sinkende Löhne.
    Frau Schwesig erhält nach ihrer Polit-Karriere einen Berater-Posten bei denen.

    1. Die SPD blickt da schon lange nicht mehr durch. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, der beschworene GPG, ist marginal gegenüber den Einkommensunterschieden *innerhalb* der Gruppe Männer/Frauen. Diese Paertei hat den Malocher mit Schröder und der unter seiner Ägide forcierten Leiharbeit und den H4 Gesetzen schon lange verraten.

      Ich wünsche ihnen, dass sie mal auf die 18 Prozent Wähler fallen, welche die FDP unter Möllemann anpeilen wollte, wenn auch aus einer anderen Richtung kommend. Die LINKE ist genauso dumm. Vielleicht wird das Lügengeflecht irgendwann mal von der AfD den Leuten klar gemacht werden können. Ein guter Anfang wurde ja heute gemacht. Dann steht der Kaiser plötzlich nackt da. Aber dann wills wieder keine gewesen sein.

      1. @KarstenMende
        Ich warte schon lange darauf, dass es irgendeine Institution/Partei gibt, welche diesen Einheitsbrei durchbricht, der uns tagtäglich von den koordinierten Institutionen zugemutet wird. Gut, es gibt das Internet. Aber wer liest das schon, wer hat die Zeit dazu? Die meisten schauen allenfalls Nachrichten im TV und haben vielleicht noch eine Tageszeitung. Was sie da erfahren ist vorgefertigt, was sie dort *nicht* erfahren, das wissen sie nicht.

        Die gesamte Parteienlandschaft ist durchegendert und lässt sich von Lobbyisten der Wirtschaft und des Finanzmarktes durch die Manege führen. Gegenmeinungen gibt es nicht institionell. Sie werden einfach nicht kommuniziert durch Monopolpresse und -medien und sind deshalb für die Meisten nicht vorhanden. Oder sie werden dämonisiert und wirken deshalb abschreckend.

        Es braucht also einen Kristallisationspunkt, der sich all der Themen annimmt, die den Leuten auf den Nägeln brennen aber tabuisiert werden. Es gab in letzter Zeit dazu Versuche, die aber bisher alle gescheitert sind.

        Die Piratenpartei war so ein gescheiterter Versuch, der aber zum großen Teil selbstverschuldet war, weil sie sich erst verunsichern und dann selber entern ließen. Statt zu dem zu stehen, was sie als richtig erkannt hatte, knickten sie nach und nach ein. Die Feministas der Medienlandschft hatten den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit erhoben. Na und? Die Piraten bezeichneten sich ja als Postgender. Geschlecht spielt keine Rolle (mehr), ein vernünftiger Ansatz! Aber sie knickten ein, kauten auf den Nägeln vor Furcht und suchten plötzlich auch nach Frauen, um etwas vorweisen zu können, was gefällt. Das aber war der Anfang vom Ende, denn es lud ja förmlich dazu ein, nun selbst geentert zu werden, was dann auch gelang.

        Pegida haben sie dann klein gekriegt, weil das ja alles Nazis sein sollten und ewiggestrige Rassisten. Das stimmt zwar nur vordergründig, denn sie deckten auch das auf, was sonst noch so alles unter den Teppich gekehrt wurde. Im Grunde den Zerfall einer Kultur durch Aufhebung aller Normen, Werte und verächtlich machen aller allgemein gültige Regeln.

        So, und nun kam die AfD. Bernd Lucke wurde anfangs noch Ernst genommen, weil ja Professor. Er hatte sich aber nur den Kampf gegen den Euro auf die Fahnen geschrieben und war gegen Quoten. Das sind reine Wirtschaftsthemen, dafür gibt es schon die FDP. Und schon die ist damit baden gegangen sich darauf zu beengen und ihr zweites, das liberale Standbein, amputiert zu haben. Wirtschaft alleine reicht nicht, um sich langfristig als Partei behaupten zu können.

        Nun ist der Euro aber nur eines von vielen Tabufeldern, die nicht öffentlich beackert werden dürfen und die deshalb zur allgemeinen Politikverdrossenheit beitragen, wahrscheinlich sogar ist das die Hauptursache für die Unzufriedenheit und den Groll, der sich dann in Internetforen austobt. All die, die aus verschiedenen Gründen ein zunehmendes Unbehagen verspüren an der gegenwärtigen Politik und veröffentlichter Meinung, fanden nun einen Kristallisationspunkt und stießen dazu.

        Da erhob sich wieder die Hetze, wie zuvor bei Pegida und den Piraten. Ein Dauerfeuer prasselte auf die Partei nieder. Wieder waren es Nazis und Rassisten, wie zuvor die Piraten. Und wie die Piraten es taten, wollte Bernd Lucke ein guter Junge sein und sich abgrenzen. Dabei hätte er vom Niedergang der Piratenpartei gewarnt sein können.

        Frauke Petry trägt diese Abgrenzung nicht, es kam zum Shodown und sie ist nun Parteivorsitzende, Lucke wurde abgewählt. Ich halte das deshalb für einen erfreulichen Vorgang, weil sie mir nicht den Eindruck macht, ein braves Mädchen (Pendant zum guten Jungen) sein zu wollen. Sie hat ihre Überzeugung und lässt sich nicht durch äußeren Druck davon abbringen. Und das ist gut so, möchte ich auch mal rufen. Die Partei ist nun breiter aufgestellt und kann so durchaus zum Sammelbecken der Totgeschwiegenen werden.

      2. Lucke war mir nie wirklich sympathisch. Er hat Wesenszüge, die ihn kaum von seinen etablierten Polit-Kollegen unterscheiden. So eine klassische Funktionärs-Attitüde, die mir bei Politikern gewöhnlich übel aufstößt. Ich kann zu Frau Petry nicht viel sagen. Sie ist ein weißes Blatt, dass von anderen Leuten, als von ihr selbst, beschrieben wird. Somit ergibt sich für mich das Bild, dass eine Person, die ich nicht mochte, von Personen abgelöst wurde, die ich nicht kenne. Und das ist mir suspekt. Diese Partei ist mir suspekt. Eine Alternative kann ich in dieser Partei jedenfalls nicht erkennen. Mein politischer Instinkt sagt mir, dass die AfD scheitern soll, das ist ihre eigentliche politische Aufgabe in einem größeren machtpolitischen Zusammenhang.

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