Grün-rote Schande (die wievielte eigentlich?) – Büchervernichtung im Ländle

Bin ich vor kurzem noch bespöttelt worden dafür, dass ich es wagte die Gender-Ideologie mit dem Dritten Reich in Verbindung zu bringen, haben nun Genderisten in Bad Dürrheim  meine Bedenken bekräftigt. Wie Roland Tichy auf seinem Blog, Tichys Einblick, berichtet, ist es in der dortigen Stadtbibliothek zu Ereignissen gekommen, die den Vergleich mit den Bücherverbrennungen der Nazis nicht scheuen müssen.

Ideologische Säuberung der Stadtbibliothek in Bad Dürrheim
Ideologische Säuberung der Stadtbibliothek in Bad Dürrheim
Bücherverbrennung im Dritten Reich
Bücherverbrennung im Dritten Reich

Vermutlich auf Befehl der grün-roten Landesregierung in Stuttgart wurden, ohne die Bibliotheksleiterin Regina Hoffmann darüber in Kenntnis zu setzen, 3.200 Bücher aus dem Sortiment genommen, weil sie Formulierungen enthalten, die den ideologischen Ansprüchen der Regierung Kretschmann nicht genügen. Natürlich hat man bei der jetzigen Aktion nicht eine solche Show abgezogen wie die Nazis seinerzeit. Aber die Motivation ist absolut deckungsgleich. Nicht den Vorgaben des Zeit(un)geistes entsprechende Literatur wird in staatlichem Auftrag aus dem öffentlichen Bewusstsein getilgt.

Bücherverbrennung in der DDR
Bücherverbrennung in der DDR

Wieder einmal gesellt sich zu ideologischer Verblendung mangelndes Geschichtsbewusstsein. Hätten die für diese Abscheulichkeit Verantwortlichen auch nur einen Funken davon, würde sich eine solche Tat von selbst verbieten und schon die Vorbereitungen einer solchen Schande im Keim ersticken. Wie schon Michael Klein auf sciencefiles festgestellt hat, kann es sich bei ihnen nur um intellektuell Benachteiligte handeln, also ausgesprochen dumme Personen, die es in Positionen geschafft haben, die ihnen die Macht verleihen ihre verwerfliche Ideologie in die Tat umzusetzen. Dass es sich hierbei um Personen aus dem grün-roten Spektrum der Landesregierung von Baden-Württemberg handelt ist sehr wahrscheinlich. Die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums (Regierungsbezirk Freiburg) haben sicherlich nicht in eigenem Ermessen gehandelt, lassen sich aber im Falle von Bürgerprotesten hervorragend als Sündenböcke platzieren. Mein Mitleid dafür bleibt ihnen jedoch erspart, da sie die Möglichkeit ausgeschlagen haben sich dieser schändlichen Tat zu widersetzen.

Eine Flagge ist ein Hoheitszeichen! Hier in Stuttgart...
Eine Flagge ist ein Hoheitszeichen! Hier in Stuttgart…

Wenn ich mich recht entsinne, ist diese Klientel aus dem Dunstkreis der ’68 erwachsen, welche die Generation vor ihnen dafür angeprangert hat, dass sie sich nicht gegen eine Ideologie zur Wehr gesetzt hat, die sich mit Waffengewalt behauptet hat. Wie diese neuerliche ideologische Schandtat verdeutlicht, bedarf es keiner Waffengewalt dazu, Widerstand zu unterbinden. Die Frage, wie die Generation um 1933 die Verbrechen ihrer Zeit hatte geschehen lassen können, ist im heutigen Zeitgeist aktuell wie anno 1968. Damals wie heute gab und gibt es Widerstand gegen die herrschende Ideologie.

Wie es um das Machtverhältnis im Ländle (aber nicht nur dort) bestellt ist, konnte man im Rahmen der Petition von Gabriel Stängle erahnen, als es den Demonstranten gegen die „Bildungspläne“ der Landesregierung nicht gelang ihrem Ansinnen Gehör bei der Regierung zu verschaffen und ihre berechtigten Bedenken vom Tisch gewischt wurden.

... hier in Leipzig
…hier in Leipzig…

Schon seit längerer Zeit wird jeder, der die herrschenden Machtverhältnisse zur Disposition stellt, mit der Nazikeule traktiert. Immer geht dieser Totalitarismus von Minderheiten aus, die sich als Intellektuelle betrachten, jedoch bei intellektueller Konfrontation zum Mittel der Diffamierung, Ächtung und Vernichtung greifen. Hier greifen die selben totalitären Mechanismen, die in jeder Diktatur greifen, die versucht ihren Willen und ihr ideologisches Zerrbild der Mehrheit aufzuzwingen.

...und am Balkon des Hamburger Rathauses
…und am Balkon des Hamburger Rathauses

Diese Ideologie hat einen Namen. Sie nennt sich „Gender-Mainstreaming“ und hat sich im linken politischen Spektrum eingenistet, um von dort aus das gesellschaftliche Gefüge zu zersetzen! Wie weit diese Ideologie schon gedeihen konnte, kann man an der öffentlichen Zurschaustellung ihres Hoheitszeichens erkennen. Es ist die Regenbogenflagge, die eine Minderheit  der Gesellschaft zu ihrem Symbol erklärt hat und die angeblich im Sinne von „Diversität“ auch die Ideologie des „Gender-Mainstreaming“ symbolisieren soll.

Das ideologische Prinzip des „Gender-Mainstreaming“ ist frei von demokratischer Legitimation zur Staatsraison erklärt worden. Von daher ist es kein Wunder, dass verschiedene öffentliche Gebäude mit diesem Symbol beflaggt wurden und diese Flaggen direkt neben dem Hohheitszeichen der Bundesrepublik zu sehen sind. Mögen Vertreter der Buchstabenmenschen auch glauben, dass dies als Zeichen für Toleranz ihnen gegenüber zu werten ist, bin ich mir sehr sicher, dass dem nicht so ist. Auf dem Altar des Genderismus werden die Anliegen dieser Minderheit letztlich genau so geopfert werden, wie die Anliegen der Mehrheit.

Die Geschichte wiederholt sich doch. Mögen die Symbole auch wechseln und der Totalitarismus in ein anderes Farbkleid gesteckt werden. An den Taten gemessen stellt die Büchervernichtung in Bad Dürrheim eine machtpolitische Kontinuität dar, die dem Recht der freien Meinungsbildung und Meinungsäußerung mit äußerster Feindseligkeit begegnet. Andere Aktionen dieser Art, davon gehe ich aus, werden folgen. Genau so, wie es auch im Dritten Reich und der ihm folgenden DDR der Fall war.

Karsten Mende

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7 Kommentare zu „Grün-rote Schande (die wievielte eigentlich?) – Büchervernichtung im Ländle

    1. Ich weiss ja nicht, in welchem Spektrum du von der Leyen un d Co. verortest, aber ich kann im Verhalten von CDU-Genossen keine wesentlichen Unterschiede zu ihren SPD-Freunden ausmachen. Es gibt eine Einheitspartei, deren Mitglieder sich nacheinander links überholen.

      1. Ich verorte, nebenbei dümmliches Soziologegewäsch und Politwissenschaftlergelaber, aus meiner Sicht. die weder links noch rechts.

        Willkürliche ehemalige Reichstagssitzordnung, mehr nicht. (Ja ich weiß , eigentlich geht dies auf die Französischen Nationalversammlung zurück)

        Es geht den Politdarstellern um den besten Rüsselplatz am Steuertrog. Um der provanen persönlichen eigenen Vorteil.

        Nebenbei sollte man sich mal fragen, was denn so im Zuge der Rechtschreibreform an Vermögen, wenn man so will an Volks oder Steuerzahlervermögen, vernichtet wurde.

        „Rechtschreibreform
        Ausgemistet, aussortiert, exiliert

        Rückblick auf ein Büchermassaker: Weil sie in der alten Rechtschreibung gedruckt waren, sind wahrscheinlich Millionen Bände aus den Schulbibliotheken vernichtet worden. Ein unnötiger Verlust, verursacht durch den Rechtschreibreformwahn.“

        Artikel aus dem Jahr 2009

        http://www.faz.net/rechtschreibreform-ausgemistet-aussortiert-exiliert-1871451.html

        Wer anstatt eines dümmlichdeutschen Fehrnsehabends was dazu lesen möchte, kann das hier: http://www.fds-sprachforschung.de/forum/show_topics.php?thread_id=2

        Reichlich! 😦

  1. Ich bleibe dabei. Mag sein, dass diese Ideologie auch von Schein-Konservativen Steuerschmarotzern mitgetragen und abgenickt wird, doch ist es das linke Spektrum des Politgeschehens, dass sich hier durch besonderen Eifer „auszeichnet“ und dieser Ideologie nicht nur aus reinem Opportunismus folgt, sondern als überzeugte Anhänger des Genderismus gesehen werden wollen.

    1. So, Du bleibst dabei! Fein! Löblich! Freut mich für Dich. Nur eine Frage hätte ich da gerne …. Wen bitte könnte ich wählen, nicht daß ich wählen wollte, nur wen könnte ich wählen, wenn ich wollte … um dem Gender Mainstreaming zu entgehen?

      Welche Wahl habe ich also gegen Gender, ausser eben KEINE Wahl?

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