Tumblr-süchtig und verwirrt

Jeder Mensch, der nicht jede Nacht von Albträumen geplagt wird, weiß wie es sich anfühlt, wenn morgens der Hahn kräht und man dazu angehalten ist, sich den rauen Begebenheiten des Alltags zu stellen. So in etwa fühlen sich auch Netzfeministinnen, die zwar meistens, vom harten Leben abgeschirmt, ihr Leben in einer Wohlfühl-Umwelt genießen, aber doch in irgend einer Form mit psychischer Unbill zu kämpfen haben. Besonders zeigt sich dieses böse Erwachen dann, wenn sie, vollkommen von sich überzeugt, in Diskussionen mit der Außenwelt verwickelt werden.

Darauf zurückzuführen sind auch ihre allgegenwärtigen Forderungen nach „safe-spaces„, in die sie sich verkriechen können, um jegliche Konfrontation mit der ihnen vermeintlich feindlich gesinnten Umwelt zu vermeiden. Um so amüsanter ist es dann, wenn doch einmal eine von ihnen auf Feindfühlung geht, und mit einer Welt konfrontiert wird, die so gar nicht der ihrer rosa Gummizelle entspricht.

Dass Die Kehrseite für eine solche Netzfeministin Feindesland ist, kann sich der Leser hier sicherlich vorstellen. Auf dieser Seite wird nicht mit Platzpatronen geschossen. Eine sehr junge und, laut ihrer Selbstdarstellung, verwirrte Feministin hat offenbar ihren „safe-space“ verlassen und die Orientierung verloren. Dabei hat sie sich auf Die Kehrseite verirrt und mir zu erkennen gegeben, dass sie sich verlaufen hat.

Nachdem sie mir mitgeteilt hatte, wie „negativ“ sie die ihr fremde Umwelt findet, habe ich versucht, ihr ein wenig Orientierungshilfe zu geben, damit sie in dieser Welt frei navigieren kann. In der ihr eigenen Art meinte sie darauf hin, meine Orientierungshilfe abzulehnen zu müssen. Nun, so rau die Wirklichkeit auch ist, es steht jedem Menschen frei, freundliche Ratschläge zu ignorieren und weiter auf dem Irrweg zu wandeln. Nachdem ich sie auf dieses Recht hingewiesen habe, war sie……. Was könnte jetzt folgen?

Beleidigt! Leider habe ich diesen Kommentar in den virtuellen Papierkorb geworfen, ein Fehler, der mir sicherlich nicht noch einmal passiert. Aber die „Kollegin becoziluvya“ wird das sicherlich bestätigen können. Prüfen wir deshalb doch einmal den Werdegang dieser, für die junge Netzfeministin beschwerlichen diskursiven Wegstrecke.

Begonnen hat alles mit einem Artikel der Kehrseite über gewisse ekelhafte Begleiterscheinungen feministischer Aktivitäten. In diesem Artikel habe ich, in der bei mir üblichen Art, ein wenig weiter ausgeholt und mit verschiedenen Beispielen das Hauptanliegen des Artikels vorbereitet. Das tue ich gewöhnlich im ersten Absatz. Ich kann nur vermuten, was genau die verwirrte Netzfeministin daran gestört hat, aber offensichtlich hat ihr dieser Absatz in besonderer Weise auf den Magen geschlagen. Ich nehme jedoch an, dass es das bizarre Outfit von bekennenden Feministinnen war, dass ihren Widerspruch ausgelöst hat. Nun, Geschmäcker sind verschieden, aber um zu verdeutlichen, was ich damit meine,lasse ich hier ein paar Bilder für mich sprechen. Alles bekennende Feministinnen, wohlgemerkt:

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femfaceZoe Quinn

Da nun aber ein bizarres Äußeres nicht mehr wirklich schockt, hatte ich weiter ausgeführt, sind Feministinnen gezwungen ihren Aktionsradius zu erweitern und nach der Verschlimmbesserung ihrer eigenen Körper auf krassere Aktionismen zurückzugreifen, die dann in der Produktion von Vaginal-Lebensmitteln resultieren.

Damit wäre der erste Absatz erklärt. Natürlich erwarte ich nicht, dass eine 16-jährige Feminismus-Anfängerin diese Zusammenhänge versteht. Für diese allerdings ist Die Kehrseite auch nicht das richtige Umfeld.

So weit, so einleuchtend… eigentlich. Denn auch das absurde Spektakel um den London-Marathon ist Ausdruck genug für den Schaden, den der real existierende Feminismus auch an Frauen anrichtet. Als anderes Beispiel kann hier die Frauenquote herhalten, die letztlich dazu führt, dass Frauen in den mit Quotenfrauen besetzten Stellen nicht mehr für voll genommen werden und sie den Frauen die Reputation kostet, die versuchen, sich mit ihren Fähigkeiten die ihnen eigentlich gebührende Würde zu verschaffen. Auch dieser durchaus logische Schluss geht wohl weit über die Vorstellungskraft einer Schülerin hinaus, was mich jedoch nicht dazu nötigt, diesen Zusammenhang trotzdem zur Sprache zu bringen. Die Kehrseite ist kein „safe-space“, die auf die Empfindlichkeiten, psychisch anfälliger Netzfeministinnen Rücksicht nimmt.

Trotzdem bin ich gern dazu bereit, mich einer Diskussion zu stellen, wenn ich der Meinung bin, dass es Sinn macht. Allerdings behalte ich mir als Betreiber dieser Seite die Möglichkeit vor, eine Diskussion zu beenden, wenn ich der Meinung bin, dass es keine angemessene Diskussionsgrundlage gibt. Und genau dieser Fall ist gegeben, wenn eine 16-jährige Feministin versucht mir Feminismus zu erklären, mit dem Hinweis, dazu das Lexikon zur Hand zu nehmen. An dieser Stelle ist bei mir Schluss. Ich habe, gelinde gesagt, keinen Bock darauf, mich länger als eben nötig mit dem geistigen Niveau einer Schülerin auseinanderzusetzen, die weder auf Wissen, noch auf Lebenserfahrung zurückgreifen kann.

Allerdings ist es mir gerade in den Sinn gekommen, Die Kehrseite mit einer „Triggerwarnung“ zu versehen und eine Altersgrenze einzuführen, um die Leserinnen fernzuhalten, deren geistiges Potenzial nicht ausreichend ist, um hier folgen zu können.

Karsten Mende

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Ein Kommentar zu „Tumblr-süchtig und verwirrt

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