1001 Nachtlager – Die unglaubliche Geschichte des Herrn Voltz

In der „Flüchtlingskrise“ nimmt die politisch erwünschte Propaganda zuweilen bizarre Formen an. In dem Umfeld von Chaos, dass die Migrantenströme mit sich brachten, ist es immer schwieriger Informationen von Gerüchten und gezielten Falschmeldungen zu unterscheiden. Auch haben die Silvester-Ereignisse in Köln scheinbar zu einen Bruch in der medialen Darstellung der Zuwanderung geführt.

Vor dem Jahreswechsel wurde der Zustrom der so genannten Flüchtlinge nur positiv bewertet. Kritische Anmerkungen zur etwaigen Bewältigung dieser Masseneinwanderung, oder aber den kriminellen Begleiterscheinungen wurden, wenn sie nicht unterdrückt werden konnten, von Seiten der politisch-medialen Elite sofort als „rechtspopulistische Hetze“ gebrandmarkt und deren Absender somit diskreditiert. In dieser Zeit haben Meldungen die Runde gemacht, die so gar nichts mit der Realität zu tun haben können, mit der sich die Helferindustrie rund um die Migranten tagtäglich auseinanderzusetzen haben. Mitte Dezember etwa machte eine Meldung die Runde, die sehr unglaubwürdig erschien und in dieser Form eher in den Märchen von 1001 Nacht wiederzufinden wäre, als in den Medien des 21. Jahrhunderts. So soll sich ein Paar au Karlsruhe nach einer Kanu-Tour in hungrig in einem ehemaligen fränkischen Gasthof, der zu einem Flüchtlingsheim umfunktioniert worden ist, eingefunden haben und dort freundlich von den neuen Bewohnern, syrischen Flüchtlingen, bewirtet worden sein. Bis dahin ist diese Meldung noch relativ plausibel. Die Geschichte aber, welchen die Medien im Zusammenhang dieser Begegnung strickten, ist es nicht mehr. Obwohl sich dem Paar, laut inFranken.de, der Quelle dieser Geschichte, ein Bild bot, dass eine anderweitige Nutzung der Immobilie nahelegt, soll es sich bis zu ihrer Bitte um eine Rechnung in dem Restaurant gewähnt haben, dass die Notunterkunft früher einmal war. Das ist sehr zweifelhaft. Zumindest hätte man die Bewohner dieser Einrichtung fragen müssen, was es denn mit dem zugemauerten Eingang auf sich hat. Auch sollte die neue Nutzung des Anwesens Fragen  aufwerfen, da in einem solchen Fall die räumlichen Gegebenheiten innerhalb kürzester Zeit stark vom ehemaligen Betrieb als Gasthof abweichen. Auch die eher untypische Klientel in diesem denkwürdigen Ambiente soll den beiden Urlaubern also nicht aufgefallen sein? Wenn es sich bei dem Rentnerpärchen um an starker Demenz leidende Leute handeln würde, könnte ich mir das durchaus vorstellen. Das aber legt die absolvierte Kanufahrt, die doch eher von körperlich, sowie geistig rüstigen Zeitgenossen zeugt, eben genau nicht nahe. Wie kommt es also, dass die beiden in der gesamten Zeit der Bewirtung nicht einen einzigen Zweifel erkennen ließen? Das ist unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist es aber leider, dass die Medien, entweder aus eigenem Antrieb, oder aber unter Beteiligung des Pärchens, aus dieser profanen Angelegenheit eine medienwirksame Propaganda-Inszenierung gestrickt haben. Der mediale Umgang mit dem Thema „Flüchtlinge“ lässt leider eher Zweifel an einer solchen Meldung entstehen. Auch der redaktionelle Umgang mit den Lesern dieses Lokalblattes (siehe Kommentare) bietet viel Angriffsfläche für Vermutungen in diese Richtung. Immerhin hat es die Lokal-Redakteuse Natalie Schalk damit zu überregionaler Wahrnehmung gebracht, denn nahezu alle namhaften Medien haben ihre Story ungeprüft aufgegriffen. Möglicherweise würde eine gründliche Prüfung dieses „Helden-Epos“ genauso wenig standhalten lassen, wie die Geschichte, um die es im folgenden geht.

Anderer Ort, andere Zeit. Berlin, Januar 2016. Die Meldungen um einen „Flüchtling“, der vor der Berliner Erstaufnahmestelle zusammengebrochen sein soll, machen die Runde. Ein Mitarbeiter von „Moabit hilft“ hatte das Gerücht von einem „toten Flüchtling“ lanciert. Das Problem dabei war, dass es sich dabei um ein reines Hirngespinst des „Flüchtlingshelfers“ Dirk Voltz handelt und es diesen Toten nie gegeben hat. Sowohl Voltz selbst als auch seine Arbeitgeber „Moabit hilft“ haben den „Fehler“ eingeräumt. Vieles spricht dafür, dass diese Finte ebenfalls einem übergeordneten Ziel dienlich ist. Wie wir alle wissen, leidet die Medienlandschaft unter einem nicht unerheblichen Mangel an Glaubwürdigkeit. Zu auffällig sind die einseitige Berichterstattung und der äußerst grenzwertige mediale Umgang mit der Realität, als dass die Medien nicht auch auf das Mittel eines Korrektivs zurückgreifen müssten, um die Stimmung zu ihren Gunsten zu drehen.

Dirk Voltz
PR-Berater und „Flüchtlingshelfer“ Dirk Voltz

Wäre also nicht günstigerweise Dirk Voltz, der sich laut Selbstbeschreibung auch als PR-Berater bezeichnet, mit einer solchen Story gekommen, wäre das dringend benötigte Korrektiv weggefallen. Niemand aus der „seriösen Presse“ wollte wohl mit einer solchen Ente in Erscheinung treten, daher der Umweg über den „Blogger“ Dirk Voltz. Jedenfalls gefällt sich eben diese Presse nun als „investigative Enthüller“, die gemeinsam auf den „Flüchtlingshelfer“ eindreschen und so versuchen ihr ramponiertes Image aufzupolieren. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Denn während die Story um den „toten Flüchtling“ von Bild bis zu den Öffentlich-Rechtlichen nun zur Imagepflege ausgeweidet wird, kursiert eine andere Meldung von eben diesem PR-Berater weiterhin im Netz, ohne nennenswerte kritische Aufarbeitung. Noch vor dem medialen Bruch der Silvesternacht ist dieser dubiose PR-Mann nämlich schon einmal in Erscheinung getreten. Als „selbstloser Gewährsmann“ von Unterkunft nämlich, der zusammen mit seinem Lebensgefährten 24 „Flüchtlinge“ in seiner Wohnung untergebracht haben will. Auf dem Medienportal Gaystream sind sehr deutlich Zweifel an der Darstellung des schon einmal überführten Lügners Voltz aufgeführt, die so jedenfalls noch nicht in der Presse zu finden waren. Offensichtlich besteht ein gehobenes Interesse daran, diese Story des PR-Beraters unangetastet zu lassen, obwohl deren Glaubwürdigkeit und Plausibilität ebenfalls sehr zweifelhaft sind.

Homo-Islam
Hinrichtung eines „Homosexuellen“ im Iran

Trotz Berichten von anderen Randgruppen, die schon sehr unangenehme Zusammenstöße mit Migranten erlebt haben sollen, wie zum Beispiel der Transen in Dortmund, denen angeblich mit Steinigung, einer im orientalischen Raum durchaus geläufigen „Vergeltung“ gegen Menschen wie Herrn Voltz, gedroht wurde, sollen sich die „Flüchtlinge“ um Voltz wie Heilige benommen haben. Wie glaubwürdig das ist, kann sich jeder Leser selbst fragen. Vielmehr steht diese Story dem Trugbild, das die politisch-mediale Desinformationsindustrie über Migranten zu vermitteln versucht näher als den Erfahrungen, die homoerotisch veranlagte Menschen in den jeweiligen Herkunftsländern der Migranten zu erdulden haben. Allgemein herrscht im orientalischen Lebensraum eine Einstellung gegenüber Randgruppen, zu denen Dirk Voltz und sein Lebensgefährte zählt, die eher zur Vorsicht vor Muslimen gebietet. Diese Tatsache ist zumindest soweit bekannt, dass sich ein schwuler Blogger und PR-Berater nicht fahrlässig einem Risiko im Umgang mit Muslimen aussetzen sollte. Weshalb Voltz und sein Lebensgefährte sich trotzdem bewusst dem Risiko ausgesetzt haben wollen, ist nie plausibel dargelegt worden und damit ebenfalls fragwürdig.

Da ich diese Story weder bestätigen noch widerlegen kann, bleiben die begründeten Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Geschichte bestehen. Voltz selbst jedoch ist zu unglaubwürdig, um die Zweifel auszuräumen. Die Lügenmärchen um den „toten Flüchtling“ haben seiner Reputation zu sehr geschadet, als dass er selbst hierbei zur Klärung des Sachverhaltes betragen könnte. Das wäre eigentlich die Aufgabe derer, die sich als „seriöse Presse“ bezeichnen. Warum nur bin ich überzeugt, dass genau das nicht geschehen wird?

 

Karsten Mende

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2 Kommentare zu „1001 Nachtlager – Die unglaubliche Geschichte des Herrn Voltz

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