Volker Beck – ein „Ausnahmepolitiker“

Wow! Mit ein wenig Verspätung möchte ich auf der Kehrseite nun auch ein paar Worte über die Affäre um Volker Beck (Grüne) zum Besten geben. Beck gehört sicherlich zu den Politikern, die sich in der Vergangenheit als streitbar und kampflustig gezeigt haben. Wenn es einen positiven Aspekt seines Wirkens geben sollte, dann zumindest diesen, dass er sich im Gegensatz zu anderen, eher unauffälligen Politikerdarstellern des Berliner Speckgürtels nicht nur um sein eigenes Wohl gesorgt hat. Ja, das muss man Volker Beck zugestehen: er hat sich wirklich stark gemacht für seine Klientel.

Volker Beck
Der gefallene Prinz: Volker Beck

Die Methoden, denen er sich bei seinem Einsatz bedient hat, mögen zum Teil fern jeglicher Legitimation liegen und auch den demokratischen Gepflogenheiten zuwider laufen, aber immerhin ist Beck einer der Wenigen, denen man Untätigkeit genau nicht vorwerfen kann. Im Moment überschlagen sich die Meldungen um seinen angeblichen Drogenkonsum und dessen Auswirkungen auf die politische Arbeit des Schwulen-Aktivisten, obwohl nicht einmal klar ist, ob Beck überhaupt von dieser Droge abhängig ist. Fest steht lediglich, dass Herr Beck mit 0.6 Gramm einer Droge erwischt worden ist, bei der es sich um Crystal Meth handeln könnte. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es um diese Substanz geht. Das sagt aber noch nichts darüber aus, welche Substanzen Beck selbst konsumiert. Alle Spekulationen über sein „Wirken unter Crystal“ erübrigen sich damit. Es besteht immerhin die Möglichkeit, dass Beck die Drogen als „Zahlungsmittel“ für bestimmte „Dienstleistungen“ verwenden wollte, eine wohl in der Berliner Schwulenszene nicht unübliche Art, Verbindlichkeiten abzugleichen. All diese Fragen mögen juristisch geklärt werden.

Für die Kehrseite ist in diesem Zusammenhang nur von Interesse, dass Volker Beck in Deutschland als Symbolfigur zu betrachten ist. Nicht als Symbolfigur einer Partei, die sich für den Umweltschutz einsetzt, auch nicht für eine, wie Beck sagt, liberale Drogenpolitik. Volker Beck ist in seinem politischen Wirken, seinem bewusst schwulen Verhalten (seiner Schrulligkeit) eine Symbolfigur für die Schwulenszene. Insofern strahlt sein Fall, mehr noch als auf seine Partei, auf eben diese Szene ab. Viel ist geschrieben worden über das Sozialverhalten dieser Szene, die erwiesenermaßen nicht einmal untereinander Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen. Die neuste Form risikoreicher Ausschweifungen, besonders der Berliner Szene (in der Beck möglicherweise verkehrt), sind so genannte Chemsexparties. Ob diese Form homoerotischer Vergnügung für verantwortungsbewussten Umgang mit dem Leben anderer Menschen steht, mag der Leser selbst für sich beantworten. Ich habe bis jetzt noch nichts von dieser Art Veranstaltungen gehört, bin aber auch nicht sonderlich geschockt darüber. Ich lebe ja nicht hinter Klostermauern.

Die alles entscheidende Frage hierbei ist jedoch, wie sich ein solcher Lebenswandel mit dem Umstand verträgt, dass genau für diese Klientel Rechte erwirkt werden sollen, die sich in keiner Weise mit solchen Lebensumständen vertragen. Da wäre an erster Stelle, das Adoptivrecht zu nennen, das Schwule für sich beanspruchen, obwohl sich generell die Frage stellt, wie die Erziehung von Kindern in ein solches Sozialverhalten passen soll. Auch die von Beck vertretene Nähe der Schwulenszene zur Pädophilie sei hier erwähnt. Wie gesagt, Beck ist Symbolfigur dieser Szene. Seine Distanzierung zu früheren Äußerungen sind halbherzig und lediglich taktischer Natur. Aufschlussreicher sind zu diesem Fall Daten und Ausführungen, die das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft erhebt. Diese Daten lassen den Schluss zu, dass es bei Schwulen, weit häufiger als bei Lesben, eine deutliche Präferenz zu Minderjährigen gibt.

Allerdings hat sich Volker Beck, ob seiner penetranten Umtriebigkeit, zu einer Ikone in der politischen Landschaft der Hauptstadt gemausert. Mehr noch als bei ähnlich nervtötenden Gestalten in diesem Habitat, hat sich um Beck eine Aura künstlicher Erhabenheit gebildet, die ihn fast unangreifbar dastehen lässt. Beck, der sich gern als „Menschenrechtler“ präsentierte und für dieses Selbst(trug)bild gern auch Prügel bezog, genießt im politisch-medialen Umfeld einen Ruf, der schon fast an den Personenkult aus vergangenen Zeiten erinnert. Ob beim SPIEGEL, der Süddeutschen Zeitung oder anderen Gazetten mit politischer Vernetzung wird im Zuge dieser strafrechtlichen Affäre mit Lobeshymnen auf die „Verdienste“ des Delinquenten Beck nicht gespart.

Crystal Meth
Die Auswirkungen der Droge Crystal Meth

Gleichzeitig wird offenbar, dass es in diesem Umfeld keinerlei Berührungsängste mit harten Drogen gibt. Nur zur Verdeutlichung: es geht hier nicht um ein Tütchen Gras, sondern vermutlich um eine Substanz, die wesentlich gefährlicher ist und daher auf keinen Fall durch eine wie auch immer geartete „liberale Drogenpolitik“ legalisiert werden sollte. Die Auswirkungen von Crystal Meth sind so verheerend, dass sich jegliche Verharmlosung im Grunde von selbst verbietet. Beck jedoch gesteht man den Umgang mit dieser Droge als „verzeihlichen Fehler“ zu, als ob es sich bei diesem Zeug um Candy handeln würde. Man lese dazu die mehr als verniedlichende Auslassung von Margarete Stokowski auf SPIEGEL ONLINE. Es ist einfach nur noch verwerflich, wie leichtfertig hier von der Gefahr, die von harten Drogen ausgeht, berichtet wird. Zitat: „Denn das Schlimmste an dem Fund ist die Vermutung, dass es Crystal Meth war, der unglamouröseste Dreck, den man sich reinziehen kann.“ Allein die Wortwahl macht deutlich, dass Frau Stokowski nicht begreifen kann, wie sich Drogensucht und -missbrauch auf die Gesundheit der Betroffenen auswirkt. Hier tritt eine Menschenverachtung zu Tage, die mir während meiner gesamten Recherchen zum Thema „Feminismus“ immer wieder begegnet ist.

Alles in allem sind das sehr besorgniserregende Symptome einer Krankheit, die den politischen Betrieb – nicht nur in Berlin – befallen hat: Hybris im Endstadium. Die merken gar nicht mehr, wie weit sie sich von den Empfindungen der Bevölkerung entfernt haben, leben aber in einer Scheinwelt, die sie sich zur Gänze von ebendieser finanzieren lassen. Was Volker Beck auch immer unternimmt, um sich aus dieser Affäre herauszuwinden: er kann sich dabei der wohlmeinenden Unterstützung seiner Bewunderer in der Presse sicher sein. Im Hintergrund dieser Straftat wird garantiert schon wieder an einem „Opfermythos“ gestrickt, mit dem sich Beck demnächst in den Medien präsentieren wird.

Karsten Mende

Advertisements

8 Kommentare zu „Volker Beck – ein „Ausnahmepolitiker“

  1. Zitat:
    …einer Partei, die sich für den Umweltschutz einsetzt…

    Hahaha, das war einmal !
    Die Grünen sind zu diktatorischen Panzer-Grünen mutuiert, da ist nichts mehr mit Öko und Bio !
    Und diese Gutmenschen sind den Genderwahn und den pervertierten Sexismus verfallen.

    Naja, nun kann man feststellen warum wir solch eine verdrehte und verlogene Politik haben, denn ich könnte mir durchaus vorstellen das quer durch die Einheitsparteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und sogar die Linke) Drogen konsumiert werden, aber das ist nur Spekulation. 😉

  2. Ich kann´s kaum glauben, wenn das wahr ist. Ich habe gerade noch den Artikel von danisch gelesen. Ja, man mag wirklich nicht weiterdenken, oder weiterlesen, es wird einem, oder mir kotzübel. Es gibt immer mehr, bei dem ich sage, dies übersteigt mein Verstand. Manchmal wäre ich froh, es würde wirklich mal ein richtiger Knall kommen, dass gnadenlos aufgeräumt werden könnte. Aber wahrscheinlich trifft es da auch wieder nur die Falschen. Übelst, was da passiert

  3. Wenn teuflischer Dreck verniedlicht wird, ist der Untergang nicht fern. Eine schlimmere Droge als Crystal Meth ist mir nicht bekannt. Solchen Leuten würde ich nicht einmal das Sorgerecht für einen Kanarienvogel anvertrauen.

  4. Diese, wie vor einem Bauchladen getragene hedonistische Kultur, ist wirklich nur noch zum Kotzen.

    Die Stokowski und ihr Verharmlosungspamphlet ist an Frechheit nicht zu überbieten. Aber das passt genau in das Lager der Relativierungen, die sich nicht erst seit Köln ergeben haben. Man möchte diese Leute schütteln und wachrufen, Aber dann bekommt man gleich was auf die Fresse: Unzivilisierter Affe ohne Migrationshintergrund und am besten gleich noch unschwul und nicht mal im Rollstuhl.

    Bei dem Beck werden alle Alarmanlagen ausgeschaltet, kein Politiker distanziert sich staatstragend. Das bisschen „Na ja, schon doof, aber…“ ist so peinlich und dabei doch entlarvend. Dieses momentane komische stille Lautsein eben.
    Auf Tütchen treten, dann von der Polizei erwischt und nun krankgeschrieben. Hadmud mein, dass Beck auf Entzug ist? Ich tippe eher auf Zeitspielen und Spuren verwischen. Jetzt kommt auch noch raus, dass Beck das Meth wohl nicht für sich gekauft hat. Oh oh. Und der Lammert hat auch erstmal eine Absage an die Statsanwaltschaft erteilt. Man muss mitnichten an Theorien stricken. Was da momentan los ist wagt man sich wohl kaum in seinen Träumen ausmalen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s