Sprachwahrer des Jahres 2015

Sprachwahrer des Jahres

Bildschirmfoto vom 2016-03-23 17:19:06
Artikelüberschrift in der Berliner Morgenpost

Der Verein für Sprachpflege e.V. verleiht seit dem Jahr 2000 jährlich den Preis ‚Sprachwahrer des Jahres‘, und zeichnet damit Initiativen aus, die sich in besonderer Weise dem Erhalt der deutschen Sprache verschrieben haben. In den ersten Jahren unterteilte sich die Auszeichnung auf verschiedene Kategorien. Seit 2003 wird der Preis mit den Plätzen eins bis drei vergeben. Frühere Preisgewinner setzen sich zusammen aus Sprachrechtlern, Konzernen, Politikern und dem 2011 verstorbenen Sprachkünstler Loriot.

Anlässlich der Leipziger Buchmesse gab die Zeitung Deutsche Sprachwelt die aktuellen Gewinner bekannt, die Sprachwahrer des Jahres 2015. Der Student Sebastian Zidek erreichte mit 25,9 Prozent der Stimmen den ersten Platz. Der zweite Platz ging an den nigerianischen Gastronomen Andrew Onuegbu mit 18,5 Prozent. Die Sängerin Sarah Connor konnte 17,3 Prozentpunkte für sich verbuchen und erreichte Platz drei. Die Zahlen zeigen eine gewisse Nähe zwischen dem zweiten (18,5%) und dritten Platz (17,3%), mit einem größeren Abstand zu Platz 1 (25.9%).

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Ausgerechnet Sebastian Zidek, der dem Verwaltungsapparat der TU Berlin im letzten Jahr einiges an Mühe und einen fulminanten Sieg abgerungen hatte, wurde für seinen Einsatz gegen die Universität von einer seriösen und anerkannten Sprachzeitung zum Sprachwahrer des Jahres gekürt. Ganz bestimmt war diese Würdigung für die TU nicht bedeutungslos und auch heikel, denn dieser erste Platz ist mit dem Makel eines Skandals behaftet, den man in Kreisen der TU am liebsten unter den Teppich gekehrt hätte. Dieser Preisgewinner hat ein gefährliches Päckchen im Gepäck, weil sich sein sachliches Anliegen auf Machenschaften im Rahmen der Gender-Ideologie bezieht, die an Universitäten wohlwollend geduldet werden. Seit vielen Jahren werden von der Politik Maßnahmen im Sinne des Gender-Mainstreaming eingefordert.


Die anrüchigen Interna der TU Berlin sind auf ScienceFiles dokumentiert.

Ein zentraler Knotenpunkt für Ermittlungen dürfte das Büro der hausinternen Gleichstellungsbeauftragten sein. Dort wäre zu klären, wie die personellen Verstrickungen in diesem akademischen Kriminalfall gelagert sind. Auch wäre es interessant zu erfahren, wie tief diese Regularien in frühere Bewertungen eingeflossen sind und darüber hinaus in Fachgebiete eingegriffen haben, die überhaupt keinen Bezug  zu irgendwelchen Gender-Aspekten aufweisen. Vor allem wäre zu sondieren inwieweit es Bestrebungen unter den Genderisten der TU gibt, diese Regularien einfach beizubehalten. 


Flächendeckend und übergreifend sollen diese Maßnahmen auch die Verwendung einer so genannten „gendergerechten“ Sprache durchsetzen. In anderen Beiträgen hatte ich hier auf der Kehrseite schon darauf hingewiesen, dass diese Maßnahmen auf undemokratischem Weg in die Verwaltungsebenen gelangt sind. Es ist jedoch geboten noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Regularien, um die es in diesem Fall geht, auch übergeordnet keine rechtliche Bindung haben, ganz einfach deswegen, weil sie verfassungswidrig und damit illegal sind.

In wissenschaftlichem Sinne ist das Fazit dieses Konfliktes mit nur einem Begriff festgemacht: einer Farce. Wie anders soll man auch benennen, dass ein Student an einer Technischen Universität das Recht für sich einklagen musste, seine Prüfungen sprachlich so zu gestalten zu dürfen, wie es wissenschaftlich und fachlich geboten ist. Nicht etwa die Universität hat hier einen Studenten zu sauberer Arbeit angemahnt, sondern ein Student musste die akademische Anerkennung wissenschaftlicher korrekter Arbeit einfordern!

Mein besonderer Dank gilt daher dem Sieger Sebastian Zidek, der sich mit der Gleichstellungsverwaltung  der TU anlegte, und dadurch Prüfungssicherheit und vor allem Rechtssicherheit herstellen konnte, nach einer Zeit willkürlicher und rechtswidriger Einwirkungen gender-feministischer Interessen, die zerstörerische Auswirkungen auf die deutsche Sprache hatten.


Vielen Dank auch an die Kollegen Michael Klein und Heike Diefenbach von ScienceFiles, den Drittplatzierten des Jahres 2014, die mit ihrer Arbeit und ihrer Unterstützung den Erfolg für Sebastian Zidek ermöglichten.

Bildschirmfoto vom 2016-03-24 23:16:05
Artikelüberschrift im Wissenschaftsblog ScienceFiles

 

Karsten Mende

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Ein Kommentar zu „Sprachwahrer des Jahres 2015

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