Feminismus und Staatsfeminismus unterscheiden sich – im Erfolg

Mit einer gewissen Verwunderung kann man als logisch und rational denkender Mensch seit einiger Zeit ein vormalig theoretisches, erfolgloses Phänomen in seiner praktischen, aber erfolgreichen Erscheinung beobachten. Die Rede ist von der feministischen Totgeburt und ihrer staatsfeministischen Erfolgsgeschichte.

Der Feminismus an sich ist über seine theoretische Erscheinung nie hinaus gekommen. In der breiten Bevölkerung hat sich diese Theorie nie wirklich bewährt. Nehmen wir den feministisch geforderten Rollentausch als Beispiel. Allgemein hat es sich gezeigt, dass ein konstruktives Miteinander in einer Familie in den naturgegebenen Rollen für beide Geschlechter nur Vorteile bringt. Ein Austausch dieser Verhältnisse bewirkt bei beiden Geschlechtern nur Verwirrung und Überforderung. Die Folgen dieses Austausches zeigen sich in Scheidungen, Zwistigkeiten und Unterhaltsprozessen. Dadurch werden derartige Experimente in Familien, die Bestand haben wollen, mehr und mehr hinterfragt und beendet. Auch die Quotenregelung macht deutlich, dass dem Feminismus kein nachhaltiger Erfolg beschert sein kann.
Der Staatsfeminismus ist aber von anderer Natur. Denn dieser hat die politische und mediale Welt derartig durchzogen, dass man – im Gegensatz zum Feminismus – von einem Erfolg sprechen kann, den der Feminismus nie erreicht hat (und nie erreichen wird). Wie ist dieser Erfolg zu erklären? Die ideologische Grundausrichtung unterscheidet sich bei beiden Formen der Ideologie ebenso wenig wie die Protagonisten von denen sie ausgehen. Wo liegt der Unterschied?

Feministisches Gedankengut konnte sich im Grunde nur in abstrakten Umfeldern etablieren. Sei es in 68er-Kommunen oder in elitären akademischen Kreisen. In solchen irrationalen Umgebungen konnte man sich derartige Ausnahmen von der Regel erlauben. Das Umfeld der konservativen Bevölkerung wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Alles ging seinen gewohnten Gang. Arbeiter gingen ihrer Arbeit nach und konnten sich am Abend darauf verlassen, dass ihre Frauen ihnen zu Hause den Rücken frei gehalten haben. Das ist eine wesentliche Grundvoraussetzung, um den harten Arbeitsalltag erfolgreich zu bestehen. Von den ideologischen Spinnereien der feministischen Randgruppe nahm man in der Leistung bringenden Bevölkerung aber eigentlich kaum Notiz. An dieser Sichtweise hat sich bis heute eigentlich nicht viel geändert. Damit wäre der ausbleibende Erfolg der feministischen Bewegung eigentlich hinreichend erklärt.

Der Staatsfeminismus aber lebt in seiner natürlichen Umgebung voll auf. Diese ist das Umfeld von Politik und Medien. Und auf dieser Ebene ist Irrationalität eben keine Randerscheinung, sonder Normalität. Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine aufkommende totalitäre Grundstimmung in der Politik für die staatsfeministische Programmatik den Nährboden bilden konnte. Das war leider zwangsläufig. Auf politischer Ebene stellt sich zusätzlich das Problem ein, dass es nicht reicht, eine Ideologie zu ignorieren, um ihren Erfolg zu verhindern. Hier wird es immer notwendig sein aktiv zu werden.
Der staatsfeministische Erfolg beruht nicht auf der scheinbar erfolgreichen Arbeit der Staatsfeministen selbst, sondern auf der Unterstützung von einflussreichen politischen Zirkeln und deren machtpolitischen Möglichkeiten, zu denen auch die Steuerung der medialen Beeinflussung gehört. Staatsfeminismus ist deshalb erwünscht, da sich auf seinem Rücken eine globale und totalitäre Regierungsform etablieren kann, der kaum mehr größerer Widerstand entgegensteht, da der Staatsfeminismus in seiner ideologischen Eigenschaft kritisches Denken verhindert und unterdrückt. Diese Eigenschaft, und nicht das Interesse an „Gleichberechtigung der Frauen“ macht den Staatsfeminismus aus.

Karsten Mende

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