Wort zum Sonntag – Die Evangenderische Kirche

Ja, auch im Jahr 2015 gibt es noch unanfechtbare Tatsachen. Obwohl man sich in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen mehr und mehr mit dem Weltbild der Willkürlichkeit anfreundet, so ist es doch eine gesicherte Tatsache, dass es kein logisches Verständnis bedarf, um bei der Evangelischen Kirche ein Pastorenamt zu bekleiden. Nicht einmal ein Mindestmaß an Intelligenz scheint für diesen Beruf Voraussetzung zu sein. Diesen Eindruck bekommt man zwangsläufig, wenn man den hilflosen Worten der Pastorin Annette Behnken lauscht, die sie am 27.06.2015 beim „Wort zum Sonntag“ der ARD, zum Besten gegeben hat.

Pastorin Annette Behnken: sichtlich genderverwirrt
Pastorin Annette Behnken: sichtlich genderverwirrt

In ihrer Sonntagsansprache moniert Frau Behnken, dass die Spielerinnen der Frauenfußball-WM sich einem Test unterziehen mussten, der den Beweis für ihr weibliches Geschlecht sicherstellt. Bekanntlich ist es ebenfalls eine gesicherte Tatsache, dass Frauen deutlich geringere körperliche Leistungen erbringen als Männer. Um sicher zu stellen, dass sich unter die Teilnehmerinnen dieser wenig beachteten Meisterschaft nicht auch geschlechtsverwirrte Männer mogeln, die sich vielleicht als Frau fühlen, jedoch das Leistungspotenzial eines Mannes aufweisen, kann ich diesem Test durchaus eine Berechtigung attestieren. Nicht so Frau Pastorin. Sie ist doch sichtlich erschüttert darüber, dass bei männlichen Spielern dieser Test nicht erforderlich ist. Ein klein wenig Logik (es muss wirklich nicht viel sein) hätte ihr jedoch zu verstehen gegeben, dass es überhaupt keinen Sinn machen würde, sich als Frau in eine Männermannschaft zu schleichen, weil eine Frau unter den Leistungsanforderungen des Profi-Fußballs schlicht und ergreifend untergehen würde.

Für Frau Behnken jedenfalls ist dieser Zusammenhang nicht ersichtlich, was erhebliche Zweifel an ihrer Intelligenz aufkommen lässt, oder mindestens als Indiz dafür gesehen werden kann, dass die Gender-Ideologie schädliche Auswirkungen auf den Verstand eines Menschen nach sich zieht, sofern dieser einmal vorhanden war. Frau Behnken betrachtet die Unterschiede zwischen den einzig existenten biologischen (nicht den sozialen!) Geschlechtern als konstruiert. Zitat: „Wir sehen uns an, scannen mit Blicken: „Mann“ oder „Frau“ – mit Blicken, die von unserer Kultur geprägt sind, vom Gewohnten und dem, was wir als normal empfinden. Das Verhalten, die Kleidung – sofort ist klar: Männlich oder weiblich. Weibliche Männer. Männliche Frauen. Das irritiert viele, immer noch.“

Eine Aussage fast wie aus den dubiosen „Gender-Studies“. Auch vertritt sie die Auffassung, dass eine wissenschaftliche Genzziehung zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlecht gar nicht möglich wäre und lediglich dem antiquierten Weltbild der Bibel entnommen sei. Ob Frau Pastorin sich im Klaren darüber ist, dass sie als Sprecherin einer christlichen Glaubensgemeinschaft fungiert, darf deswegen ebenso angezweifelt werden wie ihre Intelligenz. Frau Behnken ist hier nämlich einem grundlegenden genderistischen Irrtum aufgesessen ist, der mit ein wenig Intelligenz hätte erkannt werden können. Sie hat ihn jedoch nicht erkannt.

Die Evangelische Kirche hat, wie dieser dümmliche Monolog beweist, ihren Gott gewechselt. Nicht der Heilige Geist steht mehr im Mittelpunkt dieser Glaubensgemeinschaft, sondern der Zeitgeist. Der Glaube an „Gender-Mainstreaming“ hat die ursprüngliche Botschaft der Kirche vernichtet, die Evangelische Kirche zerstört. Dass Frau Pastorin in ihrer Ansprache einer zutiefst menschenverachtenden Ideologie das Wort redet, hat sie noch nicht einmal gemerkt. Wie sagt man doch so schön? Gender frisst Hirn!

Einen schönen Sonntag noch….

Karsten Mende

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10 Kommentare zu „Wort zum Sonntag – Die Evangenderische Kirche

  1. Wo mir ganz spontan auffällt, dass Frauen mit dem Gendersprachblödsinn niemals „Profis“ werden können, sondern nur Profinen. Oder Profissen. Oder so.

    1. Mir scheinen die Anstalten der „Händefalterinnen“ (netter Begriff) Auffangbecken für all diejenigen zu sein, die in der Politik nicht untergekommen sind, wobei in der Politik alle die unterkommen wollen, die im richtigen Leben nicht Fuß fassen können …

  2. Och Karsten, lass den armen Pastor Anton Behnken, der geschlechtliche Sicherheit durch Blicke anzweifelt doch gewähren. Die Kirche war immer voller Visionäre, die sich im richtigen Leben nicht zurechtgefunden haben – was eine nicht unerhebliche Entlastung von Irrenanstalten zur Folge hatte. Insofern Pastor Behnken unter regelmäßiger Aufsicht durch seine Schafe steht, wenngleich die immer weniger werden, sollte man ihn gewähren lassen, als Form von Gnadenbrot, wie den alten Gaul auf Nachbars Acker.

      1. Das hast Du Recht, eigentlich musst Du das, Deine christliche Verpflicht verlangt geradezu, dem pastoralen Verlangen nach einer Ohrfeige zu entsprechen!

  3. Fakten sind besser als Ohrfeigen. Denn die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden deutlichen neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    Außerdem wird die falsche Behauptung, Neugeborene kommen als „geschlechtlich unbeschriebenes Blatt“ zur Welt und es wird ihnen Mannsein und Frausein nur eingeredet, immer wieder ins Feld geführt (Im Gegenteil: z. B kontrollierte geschlechtsspezifische Reduktion von Neuronen während der letzten 10 Schwangerschaftswochen; Schaltkreisveränderungen bezüglich Wachstumshormonausschüttung im männlichen Foet usw.)
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer, prägender Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, 2014, ISBN 978-3-9814303-9-4 nachzulesen]
    (http://www.amazon.de/Vergewaltigung-menschlichen-Identität-Irrtümer-Gender-Ideologie/dp/3)

    1. Alles richtig. Aber die Frau Pastorin ist nicht mit diesem ganzen „Gender-Studies“-Wirrwarr auf der Mattscheibe erschienen, sondern hat sich mit dem Unsinn, den sie von sich gegeben hat, auf einer sehr einfachen pseudo-argumentativen Schiene bewegt. Dem muss ich dann auch nicht unbedingt die komplexen, neuronalen Entwicklungsphasen des Menschen entgegenhalten, oder? 😉 Außerdem: es ist sehr warm heute und es ist Sonntag, das sind zwei gute Gründe, es im Kampf gegen den Gender-Wahn auch mal etwas gelassener anzugehen. 🙂

      Kurz: Man sollte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen! Schon gar nicht bei der Hitze! 🙂

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