Was ist „Homosexualität“ nicht?

Im Zusammenhang mit der Debatte um die Online-Petition von Gabriel Stängle überschlagen sich Politik und Medien regelrecht, um gleichgeschlechtliche Intimität als „völlig normal“und gesellschaftlich befürwortet zu preisen. In dem sie die Gesellschaft zur „Toleranz“ dieser und anderer Intimpraktiken (Bi, Trans, Inter, etc.) auffordern, könnte der Eindruck entstehen, als wären diese Formen der Lustbefriedigung mit einer besonderen gesellschaftlichen Relevanz verbunden. Allerdings ist dieses Thema viel zu wenig erforscht und viel zu ideologisch überlagert. Es gibt ja noch nicht einmal aussagekräftige Erhebungen über die prozentuale Verteilung dieser Erscheinungen. Ausreden, warum diese Zahlen nicht vorliegen, gibt es zu Hauff. Ebenfalls gibt es zu einem dieser Begriffe keine gültige Referenz. Was mit „Intersexualität“ gemeint sein soll, ist nicht wirklich klar definiert. Bei „Homosexualität“ scheint man da schon ein wenig sicherer zu sein, da dieses Wort heutzutage in aller Munde ist. Jeder „aufgeklärte“ Mensch benutzt diesen Begriff mit Selbstverständlichkeit. Doch ist dieser Begriff wirklich so eindeutig, wie es gemeinhin scheint? Das ist zu bezweifeln, denn im exakt definierten Rahmen von Sexualität kann es diesen Begriff eigentlich gar nicht geben. Bei Wikipedia lautet die vorgebliche Definition folgendermaßen:

Sexualität [zɛks-] (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“, von spätlat. sexualis; aus lat. sexus „Geschlecht“; vgl. Sex) bezeichnet im engeren biologischen Sinne die Gegebenheit von (mindestens) zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen (Geschlechtern) von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus (Geschlechts) zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind. Hier dient die Sexualität einer Neukombination von Erbinformationen, die aber bei manchen Lebensformen auch durch der Sexualität ähnliche, nicht polare, Rekombinationsvorgänge ermöglicht wird.

Im sozio- und verhaltensbiologischen Sinne bezeichnet der Begriff die Formen dezidiert geschlechtlichen Verhaltens zwischen Geschlechtspartnern. Bei vielen Wirbeltieren hat das Sexualverhalten zusätzliche Funktionen im Sozialgefüge der Population hinzugewonnen, die nichts mehr mit dem Genomaustausch zu tun haben müssen, so dass dann die handelnden Partner auch nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts sein müssen.

Im weiteren Sinn bezeichnet Sexualität die Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht. Zwischenmenschliche Sexualität wird in allen Kulturen auch als ein möglicher Ausdruck der Liebe zwischen zwei Personen verstanden.“

Diese Beschreibung lässt sich in zwei Teile zerlegen:

Der erste Absatz scheint sich als faktische Erklärung auszuweisen. Seine rationale Formulierung lässt einen Bezug auf exakte Forschungen zu. Kann man deswegen den kompletten Absatz als Definition gelten lassen? Auffällig ist, dass dieser Absatz das Prinzip der Fortpflanzung beschreibt, jedoch auch „[…] der Sexualität ähnliche, nicht polare, Rekombinationsvorgänge[…]“ (Rechtschreibung im Original) mit einbezieht. Ich möchte diesen Satz um den Umstand präzisieren, dass diese „[…] der Sexualität ähnliche(n), nicht polare(n), Rekombinationsvorgänge […]“ ausschließlich bei niedrig entwickelten Lebensformen vorkommen. Alle höher entwickelten Lebensformen (Wirbeltiere allemal) können nicht auf diesen ungeschlechtlichen Fortpflanzungsweg zurückgreifen und sind auf sexuelle Vermehrung eingestellt. Deswegen haben diese ungeschlechtlichen, „[…] der Sexualität ähnliche(n), nicht polare(n), Rekombinationsvorgänge […]“ in einer Definition von Sexualität nichts mehr verloren, obwohl diese Vorgänge der Fortpflanzung dienen. Sexualität steht also in einem kausalen Zusammenhang mit Fortpflanzung, das gilt jedoch nicht umgekehrt! Diese Tatsache allein schränkt die Bedeutung dieses Begriffes schon merklich ein.

Der zweite Teil der Beschreibung ist definitiv keine Definition mehr, sondern eine deutlich von der Definition abweichende Umdeutung des Begriffes „Sexualität“. Es wird lediglich versucht gewisse Verhaltensweisen von Wirbeltieren als „Sexualverhalten“ zu kennzeichnen (anschließend wird ersichtlich, dass diese Verhaltensmuster nicht der exakten Definition von Sexualität unterzuordnen sind), doch dann in einem Nebensatz darauf verwiesen, dass „[…] die handelnden Partner auch nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts sein müssen.“ Das heißt im Klartext: hier wird die vermeintliche Definierung von Sexualität schon sehr schwammig. Diese Umschreibung mag vielleicht gewisse „soziobiologische“, jedoch keine sexuellen Verhaltensmuster erklären, da diese Muster eben keinen kausalen Zusammenhang mit geschlechtlicher Fortpflanzung haben! Sie stellt nebenbei einen ideologischen Übergang in ein vollkommen emotional behaftetes und letztlich irrationales Erklärungsmuster („[…] Ausdruck der Liebe […]“) her, der nicht ganz unproblematisch ist. Im letzen Absatz wird nämlich von der „[…] Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht“ gesprochen und diese Beschreibung kann ebenfalls deutlich von der Definition abweichende Annahmen beinhalten. Was genau unter diese „Gesamtheit“ fallen soll, erschließt sich nicht und wird auch nicht näher beschrieben. Wenn jemand zum Beispiel sodomistische Verhaltensmuster aufweist, wird er (oder sie) diese Muster selbstverständlich in diese „Gesamtheit“ mit einbeziehen, obwohl es der exakten Definition widersprechen würde. Damit haben wir es nicht mehr mit einer Definition zu tun, da diese Allgemeingültigkeit unter allen gegebenen Bedingungen aufweisen muss.

Halten wir also fest: es gibt eine exakte Definition von Sexualität und die liest sich wie folgt:

Sexualität [zɛks-] (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“, von spätlat. sexualis; aus lat. sexus „Geschlecht“; vgl. Sex) bezeichnet im engeren biologischen Sinne die Gegebenheit von (mindestens) zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen (Geschlechtern) von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus (Geschlechts) zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind.“

Jedes weitere Wort der von Wikipedia als Definition angebotenen Beschreibung läuft dieser Aussage zuwider. Es handelt sich dabei einmal um Fortpflanzungstypen, die zwar gewisse Ähnlichkeiten zur Sexualität aufweisen, welche allerdings nur durch das Resultat der Fortpflanzung bedingt sind. Zum anderen handelt es sich um Verhaltensweisen, die unter gewissen Umständen zu der exakt definierten Form von Sexualität führen können aber nicht müssen. Und unter Bezugnahme auf „[…] die Partner […] nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts […]“ werden die Bedingungen der Definition gänzlich ignoriert.

Mit anderen Worten stellen, wie ich oben angedeutet habe, die intimen Handlungen von gleichgeschlechtlichen Paaren keine wirkliche Form von Sexualität dar, genauso wenig die lustbefriedigende Betätigung mit artfremden Wesen, nicht geschlechtsreifen Wesen der gleichen Art oder mit sich selbst. Jede dieser Handlungen ist lediglich eine (unter Umständen strafbare) intime Tätigkeit und hat nur im strafbaren Kontext (Pädophilie) eine gesellschaftliche Relevanz, und das ist keine, die diese als besonders schützenswert und die Bündnisgrünen als Sprachrohr für Sexualität ausweist, da genau diese angeblich toleranten Fanatiker kein Problem damit haben, den Missbrauch von Kindern unter dem Begriff „Sexualität“ zu thematisieren. Durch die politische Überbetonung dieser Betätigungen als zu tolerierende und zu respektierende „sexuelle Vielfalt“ wird Sexualität und ihre Bedeutung ad absurdum geführt. Das macht es um so bedeutungsvoller, den Begriff Sexualität klar zu definieren und deutlich zu machen, worin sich Sexualität von anderweitigen intimen Handlungen unterscheidet. Das Erleben von ekstatischen Gefühlen allein reicht jedenfalls nicht aus, die Bedingungen der Definition zu erfüllen, denn diese können auch durch den Konsum von Drogen oder andere überwältigende Erlebnisse hervorgerufen werden. Deshalb plädiere ich in der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema „gleichgeschlechtliche Beziehungen“ für den Begriff

  • Homointimität

verbunden mit der (unrealistischen) Hoffnung, dass dieser Begriff zum „Unwort des Jahres 2014“ gewählt wird.

Karsten Mende

71 Kommentare zu „Was ist „Homosexualität“ nicht?

  1. Was soll eine solche Unterscheidung bringen? Heterosexueller Analsex ist auch Sex, Heterosexueller Oralsex ist sex. Beides dient nicht der Fortpflanzung und man könnte problemlos auch weitere Formen heterosexueller Sexualität aufführen, die niemals zu einer Fortpflanzung führen können.

    Würdest du bei heterosexuellen Analsex von Analintimität sprechen? Und was soll diese Unterscheidung bringen abgesehen von einer bewußten Ausgrenzung Homosexueller aus dem Bereich der Sexualität?

    Zu biologischen Theorien zur Homosexualität und inwieweit diese eine Form der Verwandtenselektion ist habe ich hier unter 5. was, falls es dich interessiert:
    http://allesevolution.wordpress.com/2013/05/08/ubersicht-biologische-begrundungen-zu-geschlechterunterschieden/

    1. Nun es geht, wie beschrieben, nicht um lustbefriedigende Betätigung. Das ist auch Fallschirmspringen! Was auch immer unter „Sex“ verstanden wird, sei im umgangssprachlichen Bereich die eine, im wissenschaftlichen Bereich aber eine andere Sache. Dieses Thema in seiner politischen Dimension geht, meines Erachtens, über den privaten (und damit umgangssprachlichen) Bereich hinaus. In diesem (privaten) Bereich ist eine Unterscheidung möglicherweise kleinlich und spießig, das mag sein. Aber im politischen Zusammenhang, den gewiß nicht ich herbeirede, sollte es diese Unterscheidung sehr wohl geben.
      Nicht ich grenze gleichgeschlechtliche Beziehungen aus dem Bereich Sexualität aus. Ihre ausschließlich lustbefriedigende intime Betätigung tut es. Die Definition dieses Begriffes gibt eine Einordung unter diesen Begriff einfach nicht her.

      1. „Aber im politischen Zusammenhang, den gewiß nicht ich herbeirede, sollte es diese Unterscheidung sehr wohl geben.“

        Warum ist das für den politischen Zusammenhang wichtig? Ich hatte bisher auch noch keinen Fortpflanzungssex, sondern allen lustbefriedigenden Sex. Verändert sich dadurch politisch etwas?

        „Nicht ich grenze gleichgeschlechtliche Beziehungen aus dem Bereich Sexualität aus. Ihre ausschließlich lustbefriedigende intime Betätigung tut es. Die Definition dieses Begriffes gibt eine Einordung unter diesen Begriff einfach nicht her.“

        Wenn man sexuelle Handlung wie wohl allgemein übliche als solche definiert, die der befriedigung sexueller Lust dienen, dann schon.
        Fallschirmspringen befriedigt keine sexuelle Lust, sondern eher eine Lust an Abenteuer und Geschwindigkeit.

        Was folgt denn nun daraus für dich politisch?

      2. Das Ausleben persönlicher Geilheit kann eben nicht in die Kategorie „Sexualität“ gezählt werden. Wo soll das enden? Ist das befriedigende Erlebnis eines Lustmörders etwa auch Sexualität? Ich habe kein Problem damit, wenn im privaten, persönlichen Rahmen der Begriff „Sex“ für was auch immer benutzt wird, dass Spaß macht und den „Drang“ abbaut. Die Palette der Lustbefriedigung ist ja nicht gerade klein. Aber die wissenschaftliche Definition von Sexualität ist nun einmal nicht so breit gefächert. Das ist leider so.

      3. „Das Ausleben persönlicher Geilheit kann eben nicht in die Kategorie “Sexualität” gezählt werden.“

        Warum das denn bitte nicht?

        ich zitiere mal aus der Wikipedia

        Im sozio- und verhaltensbiologischen Sinne bezeichnet der Begriff die Formen dezidiert geschlechtlichen Verhaltens zwischen Geschlechtspartnern. Bei vielen Wirbeltieren hat das Sexualverhalten zusätzliche Funktionen im Sozialgefüge der Population hinzugewonnen, die nichts mehr mit dem Genomaustausch zu tun haben müssen, so dass dann die handelnden Partner auch nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts sein müssen.

        Im weiteren Sinn bezeichnet Sexualität die Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht. Zwischenmenschliche Sexualität wird in allen Kulturen auch als ein möglicher Ausdruck der Liebe zwischen zwei Personen verstanden.

        „Wo soll das enden?“

        Bei der üblichen Definiton von Sexualität

        „Ist das befriedigende Erlebnis eines Lustmörders etwa auch Sexualität?“

        Ja, warum denn nicht? Was soll der Vorteil davon sein, wenn man den sexuellen Aspekt dabei verschweigt? „intimität“ ist es sicherlich nicht.
        Daraus, dass man es unter den Begriff Sexualität einordnet, folgt aber auch nicht, dass man es gesellschaftlich billigen muss. Das kann man schlicht anhand anderer Kriterien festmachen, beispielsweise an Einwilligungen

        “ Ich habe kein Problem damit, wenn im privaten, persönlichen Rahmen der Begriff “Sex” für was auch immer benutzt wird, dass Spaß macht und den “Drang” abbaut.“

        Daher ja meine Frage, was du politisch fürchtest, wenn man Homosexualität als Sexualität ansieht.

        Wenn du meinst, dass Homosexualität ein Problem ist, dann sag das doch, dann kann man darüber diskutieren

        „Die Palette der Lustbefriedigung ist ja nicht gerade klein. Aber die wissenschaftliche Definition von Sexualität ist nun einmal nicht so breit gefächert. Das ist leider so.“

        Wie man oben sieht ist sie durchaus breit gefächert.

        Biologisch werden bei Homosexuellen auch genau die gleichen Lustzentren angesprochen wie bei Heterosexuellen. Sie sind nur auf gleichgeschlechtliche Menschen ausgerichtet

      4. Ich habe nicht umsonst beschieben, wo bei diesem Wikipedia Artikel, die Definition aufhört. Nämlich genau da, wo sie den zentralen Punkten und Bedingungen der Definition zuwider läuft. Eine Definition kann man nicht dadurch erweitern, indem man weitere Merkmale aufführt, die den zuvor definierten Bereich ad absurdum führen. Ich wiederhole mich gern, wenn ich diesen (von dir zitierten) Teil nicht mehr der Definition von Sexualität zurechnen kann. In welchem „weitern Sinne“ dieser Widerspruch von Wikipedia weitergesponnen wird, ist daher unerheblich. Die faseln schließlich auch noch was von Liebe. Was soll das in einer Definition von Sexualität? Ein Kind, dass durch eine Vergewaltigung erzeugt wurde, würde sich diese Frage gegebenenfalls genauso stellen wie ich.

      5. Da hast du aber immer noch nicht erklärt, warum diese enge Definition entgegen dem allgemeinen Sprachverständnis in politischer Hinsicht wichtig sein soll.

        Was ist der Sinn dieser Ausgrenzung sexueller Handlungen aus dem Bereich der Sexualität?

      6. Die politische Relevanz erklärt sich aus der Priorität, welche diese Privatangelegenheit in der Politik einnimmt, wie diesem Thema eine politische Zentralstellung im allgemeinen Toleranzwahn eingeräumt wird und wie dieses Thema im Bildungswesen eingebracht wird. Dieses Thema IST Politik. Und die Diffamierung Andersdenkender ist politische Realität. Eigentlich wundere ich mich gerade, warum ich DIR das noch erklären soll…

    2. „Die politische Relevanz erklärt sich aus der Priorität, welche diese Privatangelegenheit in der Politik einnimmt, wie diesem Thema eine politische Zentralstellung im allgemeinen Toleranzwahn eingeräumt wird und wie dieses Thema im Bildungswesen eingebracht wird. “

      Und das ändert sich, wenn man es „homointimität“ nennt und nicht mehr Homosexualität? Warum? Weil Intimität nichts politisches wäre?

      Du willst also weniger aufmerksamkeit für Homosexualität und meinst das über Begriffsneugestaltungen erreichen zu können?

  2. Es ist offensichtlich, dass hier versucht wird, Homosexualität unsichtbar zu machen, diese erneut in die Randbereiche der Gesellschaft zu drängen und Heterosexualität als einzig gute und wahre Erscheingsform menschlicher Sexualität zu promoten.

    1. Nun, Homointimität, IST ein Randbereich der Gesellschaft. Alle Versuche, diese Form von Lustbefriedigung in den Mittelpunkt zu stellen und künstlich zu überhöhen scheitern an der Realität. Ich sage nur „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Wenn ich wollte, dass dieses Thema „unsichtbar“ bliebe, würde ich es ignorieren. Genau das tue ich aber nicht! Es tut mir leid, aber die Floskeln der „Gay-Szene“ verfangen bei mir nicht. Mir ist es gleichgültig, ob hier irgendjemand moralische Empörung zum Ausdruck bringt, wenn er nicht verstanden hat, worum es geht. Nimm die Definition und untersuche sie. Zerlege sie in ihre Bestandteile und denk darüber nach. Mir geht es um die wissenschaftliche Definition von Sexualität (und auch darum, was man bei einer Plattform, die sich als Lexikon bezeichnet, unter dem Begriff „Definition“ versteht).

      1. „Alle Versuche, diese Form von Lustbefriedigung in den Mittelpunkt zu stellen und künstlich zu überhöhen scheitern an der Realität.“

        Es ist nicht nur Lustbefriedigung. Es ist auch Liebe, Beziehung und Partnerschaft.

        „Mir ist es gleichgültig, ob hier irgendjemand moralische Empörung zum Ausdruck bringt, wenn er nicht verstanden hat, worum es geht.“

        Du hast Recht, ich verstehe es nicht. Du wachst eines Tages auf und denkst Dir, hmm ich schreibe mal einen Artikel, in dem ich darlege, dass Homosexualität keine Sexualität ist.

        Da frage ich mich schon, was Deine Motive sind. Der Gestus des Artikels und bestimte Begrifflichkeiten lassen kaum einen anderen Schluss zu, als den von mir dargelegten.

      2. „Du hast Recht, ich verstehe es nicht.“

        Bitte, aber ich neige dazu, die Dinge zu überdenken und nicht ideologische Dogmen zu glauben. Und hier steht eine „Definition“ zur Debatte, die es zu untersuchen gilt und ihre Widersprüchlichkeit zu erörtern und nicht deine persönliche, emotionale Ansicht.

      3. „Bitte, aber ich neige dazu, die Dinge zu überdenken und nicht ideologische Dogmen zu glauben.“

        Was denn für ein Dogma? Dass Homosexualität eine Facette menschlicher Sexualität ist?

        Aber gut, ich spiel das Spiel mit: Homosexualität ist keine Sexualität. Was ist sie dann? Und was folgt daraus?

      4. Ich habe lediglich festgestellt, dass diese Praxis, die du Homosexualität nennst, nicht der definierten Form von Sexualität zugerechnet werden kann, sondern sich in den Teil der Wikipedia-Erklärung einordnet, der dieser Definition widerspricht. Was es letztendlich für eine Ausprägung ist, ist nicht leicht zu beantworten, da es, wie ich schon gesagt habe, kaum Forschung zu diesem Thema gibt. Es gibt lediglich das politisch geforderte Toleranzverständnis, dass einer Randgruppe entgegengebracht werden soll, und das Bestreben diese reale Minderheit der Gesellschaft als fiktive Normalität zu betrachten. Fragen, warum das so sein soll, sind nicht erwünscht.
        Was aus einer gleichgeschlechtlichen Beziehung erfolgt? Erhöhtes Risiko einer HIV-Infektion vielleicht? Aber Nachwuchs definitiv nicht. Und Fortpflanzung ist eine zentrale Bedingung der Definition. Jedoch nicht das Erleben extatischer (sexueller) Gefühle.

      5. „Was es letztendlich für eine Ausprägung ist, ist nicht leicht zu beantworten, da es, wie ich schon gesagt habe, kaum Forschung zu diesem Thema gibt.“

        Es ist genau das gleiche wie Heterosexualität. Bloß eben auf das gleiche Geschlecht bezogen.

        „Es gibt lediglich das politisch geforderte Toleranzverständnis, dass einer Randgruppe entgegengebracht werden soll, und das Bestreben diese reale Minderheit der Gesellschaft als fiktive Normalität zu betrachten. Fragen, warum das so sein soll, sind nicht erwünscht.“

        Möglicherwiese weil es ein Gebot der Menschlichkeit udn der Fairness ist, einvernehmliche Sexualität, und die daraus folgenden Beziehungen zwischen zwei erwachsene Menschen anzuerkennen?
        Oder weil sich meine Empfindungen in dieser Art nicht wesentlich von der einer heterosexuellen Frau unterscheiden?

      6. Nochmal: Die verstaubten Gay-Floskeln ziehen bei mir nicht. Dein emotionales Gejammer hat in dieser Diskussion keine Bedeutung. Wenn du keinen Bezug zur Rationalität dieser Definition hast, und dich deswegen weigerst zu verstehen, worum es geht, sind deine Kommentare vielleicht rührselig, gehen aber völlig am Thema vorbei.

      7. „Was aus einer gleichgeschlechtlichen Beziehung erfolgt? Erhöhtes Risiko einer HIV-Infektion vielleicht?“

        Möglicherweise auch Freude, Liebe und eine tiefe innere Zufriedenheit? Das Teilen von Glück, Sorgen und Ängsten? Das Füreinandereinstehen?

      8. Adrian versteht es nicht, dass er zu einer kleine Gruppe von 1-4% der Männer gehört, die homosexuell sind. Ich frage mich, wann er anfängt wie die Feministinnen jede Art von heterosexuellen Verkehr als „Vergewaltigung“ oder dergleichen zu brandmarken 😀

        Die Assoziation von Sex und Fortpflanzung ist halt etwas schwierig, wenn Fortpflanzung einfach nicht auf dem bei Homosexuellen bevorzugten Weg erfolgen kann. Da braucht bei dat Adrian noch eine steile Lernkurve 😀

        Mich nannte er in meinen Kommentaren übrigens einen „Pussificker“ – was wieder einmal zeigt, dass Diskriminierung und Verachtung nicht immer zwangsläufig von der Mehrheit ausgehen muss.

      9. So ist es, wenn diesen Leuten die „Argumente“ ausgehen. Dann werden sie ausfallend. Ich kenne das, und habe so etwas wie meine persönliche Niveaugrenze eingeführt. Deswegen müssen bei mir Kommentare freigeschaltet werden. Bei diesem Thema ist das leider notwendig. Ich habe bei dem besagten User „Adrian“ auch schon den virtuellen Mülleimer nutzen müssen, weil ich unnützen Wörterschrott mit persönlichen Beleidigungen hier nicht haben will. Nur so kann man sich die radikalen Homo-Fem-Kratzbürsten vom Halse halten. Da habe ich keinen Bock drauf. Da es denen fast unmöglich ist, ihr arrogantes Gezicke steckenzulassen, können die es sich sparen, mich hier damit zu nerven. 🙂

  3. „In dem sie die Gesellschaft zur „Toleranz“ dieser und anderer Intimpraktiken (Bi, Trans, Inter, etc.) auffordern“

    Im Übrigen sind Trans und Inter keine Intimpraktiken.

    1. Sexualität sind diese „was auch immer“ gleich zwei mal nicht. Mir ist es egal, in welcher Weise sich gestörte Menschen betrachten. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Es gibt auch Leute, die sich raubtiermäßige Gesichter operieren lassen, weil sie glauben, sie wären Leoparden. Es steht jedem frei so etwas zu tun, aber er (oder sie) soll nicht andere dazu zwingen, so etwas normal zu finden. Wer sich selbst aus der Gesellschaft aussperrt, soll sich anschließend nicht über diesen Umstand beschweren.

      1. „Mir ist es egal, in welcher Weise sich gestörte Menschen betrachten.“

        Transmenschen betrachten sich üblicherweise als Menschen, die im falschen Körper geboren worden sind. Intersexuelle kommen, in unterschiedlichen Ausprägungen, mit Merkmalen beider Geschlechter zu Welt. Diese Menschen sperren sich nicht aus der Gesellschaft aus, sie werden ausgesperrt.

      2. Gewöhn dich an den Gedanken, dass es Menschen gibt, die mit gewissen Störungen geboren werden und damit leben müssen. Es gibt auch Menschen, die kommen blind zur Welt und andere wiederum haben andere Handicaps. Allerdings ist diesen Menschen nicht damit geholfen, ihre Probleme zu ignorieren und einfach vom Tisch zu wischen.
        Das Problem, das wir mit euch haben ist, dass es euch an der Einsicht mangelt, dass ihr eben nicht den Stellenwert in der Gesellschaft bekommen könnt, den ihr gerne hättet, weil ihr

        1.) eine Minderheit seid
        2.) nur marginal am Fortbestand der Gesellschaft beteiligt seid.
        3.) durch Politik und Medien auf ein künstliches Podest gehoben werdet und so tut, als wären Punkt 1 und Punkt 2 nicht existent.

        Da die biologische Prämisse einer jeden Lebensform aber auf das Überleben der eigenen Art ausgerichtet ist, ist es nicht zu übersehen, dass eure Pseudo-Sexualität nicht mit diesem Prinzip vereinbar ist. Das allein sperrt euch leider aus einer Gesellschaft aus, die mit diesem Prinzip ihren Fortbestand sichert. Euer „ich will mitspielen“ Gewinsel ist in so fern lästig, weil ihr nicht begreifen wollt, dass ihr die Spielregeln in diesem Überlebensspiel brecht. Und wer die Regeln nicht einhält, disqualifiziert sich selbst. Thats it. Und hey, wir leben hier nicht im Iran, und das ist gut so. Von Diskriminierung kann anno 2014 überhaupt nicht mehr die Rede sein. Wenn ihr euch diskriminiert fühlt, nur weil ihr die Wahrheit über eure Außenseiterstellung nicht verkraften könnt, dann ist auch das euer Problem und nicht das Problem der Gesellschaft. Und nochmals sei erwähnt, dass nicht ich den Schwulen die Sexualität abspreche, sondern das die Definition von Sexualität eure intimen Beschäftigungen nicht beinhaltet, da eine zentrale Bedingung der Definition, nämlich Fortpflanzung, nicht gegeben ist. Ich habe diese Tatsache lediglich auf den Punkt gebracht.

      3. „Das allein sperrt euch leider aus einer Gesellschaft aus, die mit diesem Prinzip ihren Fortbestand sichert.“

        Mir war bislang nicht bekannt, dass es es eine Regel dieser Gesellschaft ist, sich fortzupflanzen. Wo steht das? Und wie verträgt sich das mit einer Geburtenrate von unter 2,1?

  4. Lass Dich durch das „dynamische Duo“ bitte nicht beirren. Es wird momentan einiges versucht, eine gewisse „genderfreundliche Gesinnung“ durchzuboxen.

    1. Nun, die Argumente liegen bei uns. Und so lange ein freundliches Diskussionsniveau herrscht, bin ich gern bereit zu diskutieren. Wenn eine Fem-Henne anfängt, bei mir hier rumzukeifen, wird sie geblockt. 🙂

  5. Na, da sind mit Christian und Adrian ja zwei ganz besonders beflissene und agressive Gestalten am Start und tun alles, um Neuankömmlinge „auf Linie“ zu bringen – wer hätte das gedacht? 😉

    Ich finde Karstens Idee übrigens durchaus nachvollziehbar und Adrians Panik, seine Sexualität könnte unsichtbar gemacht werden, ziemlich … ähm … fernliegend.

    Im Gegenteil sehe ich in Karstens Ansatz ein Chance, gerade dadurch, daß man die Gleichstellung von Homosexuellen fordert, in der Gesellschaft für die Idee zu werben, daß Sexualität nicht nur Spaß macht, sondern auch was Schönes ist, daß allein deshalb – wie die Schwulen es tun – gemacht werden sollte. Karstens Idee müßte man dafür natürlich noch ein wenig ausbauen.

    Es gibt heute genug Frauen, die der Idee anhängen, daß Männer sie für Sex entschädigen müßten und den Zugang zu Sexualität mit allerei terrorähnlichen Psychosspielchen überfrachten.

    Ich finde Adrians und Christian Standpunkt geradezu altbacken, konservativ und puritanisch – ein wenig Lockerheit würde den selbsternannten Wächtern politischer Korrektheit gut tun: Entspannt euc, Leute, Sex ist natürlich und gesund. 🙂

    1. „Es gibt heute genug Frauen, die der Idee anhängen, daß Männer sie für Sex entschädigen müßten und den Zugang zu Sexualität mit allerei terrorähnlichen Psychosspielchen überfrachten.“

      Richtig. Und diese „Taktik“ ist nur unter dem Aspekt zu verstehen, dass Sexualität lediglich als Lustbefriedigung begriffen wird, und dem primären Charakter dieser (Über)Lebensnotwendigkeit kaum noch Bedeutung zugemessen wird. Nur unter diesem Gesichtspunkt lässt sich die weibliche Erpressung begreifen. Natürlich soll nicht unbedingt bei jeder Vögelei Nachwuchs entstehen. Ich bin nicht prüde, kein Mönch und nicht von gestern. Aber ich denke, ich habe in meinem Artikel klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, worum es mir geht. Dass diese Thesen einigen Vertretern der „Queer-Society“ nicht passen, kann ich verstehen. Widerlegen können sie diese trotzdem nicht. Die wissenschaftliche Definition von Sexualität hat nun mal nur bedingt etwas damit zu tun, was allgemein unter dem Sammelbegriff „Sex“ zusammengefasst wird. Und ich erwarte von einer gesellschaftlich-politischen Auseinandersetzung mit dem Thema nichts weiter, als sich im Rahmen der wissenschaftlichen Bedeutung dieses Themas zu bewegen, weil alles weitere Privatsache der Menschen ist und weder die Politik, noch die Gesellschaft oder gar mich etwas angeht. Ich bin kein Voyeur und habe kein Problem damit, wenn zwei Männer oder Frauen sich ein heißes Stündchen gönnen. Warum dieses Thema aber einen derartigen gesellschaftlichen Stellenwert annehmen soll, ist mir – besonders mit Blick auf die demographische Problematik dieser Gesellschaft – schleierhaft. Es sei denn, es besteht ein politisches Interesse daran, diese Gesellschaft gezielt zu dezimieren. Denn nichts anderes würde passieren, wenn die so genannte Homosexualität den gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen würde, den die „Queer-Society“ für sich reklamiert.

      1. „Warum dieses Thema aber einen derartigen gesellschaftlichen Stellenwert annehmen soll, ist mir – besonders mit Blick auf die demographische Problematik dieser Gesellschaft – schleierhaft.“

        Weil es hier nicht um ein Abstraktum, sondern um Menschen geht, die gerne Teil der Gesellschaft sein möchten, und kein Grund darin erkennen können, auf Grund ihrer Beziehungspartner von dieser ausgeschlossen zu werden.

        Wie stellst Du Dir die Alternative in dieser Hinsicht vor, um die Demografie ins Reine zu bringen? Ächtung der Homosexualität? Ächtung homosexueller Menschen? Unsichtbarmachung? Strafbarkeit?

        Und was hat Homosexualität überhaupt damit zu tun, dass Heteros sich nicht mehr ausreichend fortpflanzen? Und glaubst Du es hilft der Demografie, Schwulen und Lesben Sexualität abzusprechen?

      2. „Denn nichts anderes würde passieren, wenn die so genannte Homosexualität den gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen würde, den die “Queer-Society” für sich reklamiert.“

        Hm …. das mit dem Stellenwert durchblicke ich noch nicht so richtig.

        Meiner Meinung nach können sich alle vergnügen, wie sie wollen, dir geht es um eine vernünftige Definition – wogegen nichts einzuwenden ist.

        So richtig scheint dir mein Vorschlag, Sex um der Lust will populärer zu machen, aber nicht zu gefallen, oder versteh ich das falsch?

        Einig sind wir uns darüber, daß der hype um Sexualität völlig übertrieben ist, die Sache wird für Fragen der Gesellschaftsorganisation völlig überschätzt.

      3. Das ist eine Hypothese. Ich meine, das wird nicht passieren, denn die dafür notwendigen Faktoren sind nicht gegeben. Aber die so genannten Homosexuellen sind eindeutig eine Minderheit IN der Gesellschaft, die für sich den Anspruch erheben, als Normalität betrachtet zu werden. Was wäre aber vorauszusetzen, um diesem Anspruch reale (nicht bloß erwünschte, oder politisch geforderte) Berechtigung zuweisen zu können? Es müsste eine quantitative Verschiebung dieser Ausprägung in Richtung Mehrheit geben. Ansonsten ähnelt dieser Anspruch dem Willen eines 5-jährigen Kindes, dass sich beschwert, dass es nicht Auto fahren darf, weil es mit den Füßen nicht an die Pedale kommt. Die Grundvoraussetzung für diesen Anspruch ist derzeitig nicht gegeben. Aber es bestehen, meines Erachtens, Bestrebungen seitens der Politik, dieses quantitative Verhältnis zu verändern. Und da gilt es aufzupassen. Es wird zwar immer gern behauptet, dass diese Ausprägung angeboren und unabänderlich ist. Aber das ist keinesfalls bewiesen. Die politischen Ambitionen, die ich bei Gelegenheit noch mit Beispielen untermauern werde, sehe ich eher als Indiz dafür, dass dem nicht so ist.

      4. @Karsten

        „Bestrebungen seitens der Politik, dieses quantitative Verhältnis zu verändern. Und da gilt es aufzupassen.“

        Ich schnall das noch nicht: Ist doch egal, was normal ist, normal ist. Worauf soll ich aufpassen?

      5. @ Elmar
        Karsten meint, es gäbe Bestrebungen seitens der Politik, mehr Menschen homosexuell zu machen. Und da heißt es aufpassen.

      6. „Karsten meint, es gäbe Bestrebungen seitens der Politik, mehr Menschen homosexuell zu machen. Und da heißt es aufpassen.“

        Das ist ein Witz, oder?

        Was sagst du, Karsten?

      7. Ich habe gesagt, dass ich Belege nachreichen werde. Das denke ich mir nicht aus. Ohne Belege würde ich solche Behauptungen nicht in den Raum stellen. Geduld bitte! Alles ist zu erklären. So unglaublich es klingt. Ich war auch baff, als ich von diesen Dingen erfahren habe, glaub mir.

      8. Ich habe in einem meiner Kommentare die These aufgestellt, dass es meines Erachtens nach politische Ambitionen gibt das quantitative Verhältnis der Bevölkerung dahingehend zu verschieben, dass durch gezielte Maßnahmen der Anteil der Heterosexuellen reduziert wird. Das hört sich sehr abenteuerlich und abstrus an, dessen bin ich mir vollauf bewusst. Zumal man sich die Frage stellen muss, warum das passieren soll. Das allerdings wird definitiv das Thema eines separaten Artikels werden und nicht in diesem Kommentar erörtert. Ich bleibe also erst einmal bei meiner These, dass es so ist.
        Ein altes Sprichwort lautet: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.“ Daher kommen wir in den Bereich der Schulbildung, denn zu kaum einer Zeit ließen sich diese Maßnahmen besser umsetzten, als in der Kindheit eines Menschen. Die „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ hat daher „Eine Publikation für Lehrer/innen“ ausgearbeitet, die es gilt als Leitfaden für den Unterricht zu benutzen, namentlich „Lesbische und schwule Lebenswesen – ein Thema für die Schule“.

        http://www.vfa-ev.de/fileadmin/Dateien/PDF/GEW-L-S-Lebenswesen_2013_web.pdf

        Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Fragestellungen von Seite 20 werfen, obwohl die ganze Publikation nichts weiter als allerübelste Indoktrination darstellt, mit dem Ziel, Heterosexualität als unnormal zu brandmarken. Nicht vergessen sollte man hierbei, dass mit dieser Anleitung zum Unterricht die Schamgrenzen pubertierender Jugendlicher erheblich verletzt werden. Wir sprechen hier über intimste Angelegenheiten, die schon Erwachsene lieber in ihrem privaten Metier belassen wollen. Was hier mit Kindern veranstaltet wird, erfüllt für mich klar und deutlich den Straftatbestand der sexuellen Nötigung. Wenden wir uns also den Fragen auf Seite 20 zu, denn hier wird meine These dahingehend bestätigt, dass sexuelle Identifikation erlernbar und anerziehbar sein könnte, jedenfalls scheint man bei der GEW davon überzeugt zu sein und auch überzeugt davon, dass Heterosexualität ein Problem darstellt, von dem die Kinder erlöst werden könnten:

        M7a Der heterosexuelle Fragebogen

        1 Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität?
        2 Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell
        zu sein?

        3 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine
        Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
        4 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer
        neurotischen Angst vor Menschen des gleichen
        Geschlechtes kommt?
        5 Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist? Wissen
        es Deine Freundinnen und Freunde? Wie haben sie
        reagiert?
        6 Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger
        ist heterosexuell. Kannst Du es verantworten, deine
        Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen?
        7 Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im
        Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie
        sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch
        anatomisch so unterschiedlich sind?
        8 Obwohl die Gesellschaft die Ehe so stark unterstützt,
        steigt die Scheidungsraten immer mehr. Warum gibt
        es so wenige langjährige, stabile Beziehungen unter
        Heterosexuellen?
        9 Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei
        Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen
        wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu
        führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten
        und Schwangerschaft einzugehen?
        10 In Anbetracht der Übervölkerung stellt sich folgende
        Frage: Wie könnte die Menschheit überleben, wenn
        alle heterosexuell wären?
        11 Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu
        geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es
        dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du
        es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht
        gezogen, eine Elektroschocktherapie zu machen?
        12 Möchtest du, dass dein Kind heterosexuell ist, obwohl
        du die Probleme kennst, mit denen es konfrontiert
        würde?

        Diese Fragen sind nicht etwa einer kritischen Auseinandersetzung damit gewidmet, sondern werden als „Vertiefung“ betrachtet.

        Noch Fragen hierzu? Ich habe keine mehr. Diese Broschüre kann deutlicher nicht sein (zynischer wohl auch nicht).

      9. Ich verstehe die Intention genau richtig. Indoktrination ist nicht lustig. Und die Absichten derartiger Erziehungsmaßnahmen liegen auf der Hand. Diese Fragen sind lediglich ein Auszug. Wenn du glaubst, dass es Politikern um Toleranz für deinesgleichen geht, bist du ganz gehörig auf dem Holzweg. Ich rede jedoch nicht von solchen Politikerdarstellern wie Volker Beck, wenn ich Politiker sage. Politik ist purer Zynismus. Und diese Fragen sind ernster gemeint, als du dir vorstellen kannst.

      10. Drehen wir den Spieß einmal herum. Tauschen wir gedanklich Hetero gegen Homo aus. Was würde passieren? Ich kann es dir sagen. Eine Welle der Entrüstung würde aus Politik, Medien und der „Queer-Society“ auf den Urheber treffen. Eine Diskriminierungsklage nebst sicherer, saftiger Verurteilung wären ihm gewiss. Dabei wäre es völlig unerheblich, welche „Intention“ er damit verfolgt hätte. Dann wäre das selbstverständlich diskriminierend gemeint und nicht anders. Ich kann mir das Gekeife von Frau Künast und Herrn Beck lebhaft vorstellen.

      11. „Wenn du glaubst, dass es Politikern um Toleranz für deinesgleichen geht, bist du ganz gehörig auf dem Holzweg.“

        Genau, es geht ihnen stattdessen darum alle Menschen homosexuell zu machen. Klingt überzeugend.

        „Eine Welle der Entrüstung würde aus Politik, Medien und der “Queer-Society” auf den Urheber treffen.“

        Es steht Dir frei eine derartige Welle der Entrüstung zu organisieren.

      12. Mir ist schon auf anderen blogs aufgefallen, dass das Denken keine deiner Stärken ist. Ich bin gern bereit dir zu helfen. Kinder und pubertierende Jugendliche befinden sich in ihrer positiven Entwicklungsphase. Sie sind also in dieser Zeit im Wesentlichen damit beschäftigt, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. In dieser Phase sind sie allerdings auch manipulierbar. Die meisten Jugendlichen sind allerdings psychisch gefestigt genug, sich diesen Manipulationsversuchen zu entziehen. Das heisst, sie spielen das Psycho-Spielchen der GEW mit, ohne dass es etwas an ihrer Ausprägung ändert. Damit meine ich sowohl homo als auch hetero. Nicht das wir uns falsch verstehen. Allerdings gibt es auch psychisch labile Seelen unter den Jugendlichen. Heranwachsende vielleicht, welche durch Introvertiertheit oder Sanftmut „auffallen“. Pädagogen, die durch diesen GEW-Leitfaden vorbereitet werden, können die Neigung haben, diese Charakterzüge dann automatisch als „Homosexualität“ zu klassifizieren und das Kind in seinem „Outing“ zu „bestärken“. Man kann sich ausmalen, welche Wirkung diese (wenn auch nur geheuchelte) Anerkennung auf ein solch schwaches Gemüt hat. Ich denke, auf diese Art und Weise ist es sehr wohl möglich, der Hetero-Gemeinde das eine oder andere Prozent Anteil abzuringen. Stichwort: es geht gezielt um Reduzierung der Bevölkerung. Und in diesem Zusammenhang ist diese Methodik nur eine von vielen Optionen. Weltpolitik hat nun einmal nichts mit Mitgefühl für eine bestimmte, sich diskriminiert fühlende Randgruppe zu tun. Für Weltpolitiker sind Homos genauso nur Mittel zum Zweck wie Heteros. Andere Mittel für den gleichen Zweck. Du kannst jetzt von mir aus „Verschwörungstheorie“ posten und dich lustig machen, aber nur noch genau einmal. Das hier ist meine Seite und die gelbe Karte hab ich dir schon mal gezeigt. Für dümmliche Bemerkungen habe ich weder Zeit noch Geduld.

      13. „Ich denke, auf diese Art und Weise ist es sehr wohl möglich, der Hetero-Gemeinde das eine oder andere Prozent Anteil abzuringen.“

        Also, wenn ein Mensch durch die Schule homo- oder heterosexuelle Gefühle entwickelt : schön für ihn. Mich stört das nicht.

      14. Schön für dich. Ist es dir jedoch schon einmal in den Sinn gekommen, dass eben diesen labilen Gemütern unter Umständen die Lust auf beide Geschlechter genommen wird? Das ist tragisch, oder nicht? Diese Leute nennt man asexuell. Die kommen in eurem Definitionswust irgendwie gar nicht vor. Es geht eben bei diesem perfiden Unterfangen mitnichten darum, den Anteil der Homosexuellen zu erhöhen, sondern darum den Anteil der Heteros zu verringern. Diese angebliche Toleranz, die ich als Pseudo-Toleranz bezeichne, wird nicht etwa für euch, sondern gegen uns inszeniert. So lange ihr davon profitiert mag das ja ganz nett für euch sein, wenn ihr aber für die Mächtigen keinen Nutzen mehr erbringt, seid ihr denen genau so scheißegal, wie alle anderen. Allerdings könnte es euch dann von der Mehrheit der Bevölkerung übel genommen werden, dass ihr an deren Plänen partizipiert habt. Auch dann werdet ihr eine Minderheit und eine Randgruppe sein. Wenn der ganze politisch korrekte Ballast abfällt und sich der Frust über diese von oben verordnete Gängelung Bahn bricht, kann es bitter für euch werden. Ich werde gewiss nicht gewalttätig werden, da ich weiß, wer UNS ALLEN diesen Mist eingebrockt hat. Ich kann aber nicht für die ungebildete und leicht entflammbare Mehrheit der Bevölkerung sprechen.

      15. „Ist es dir jedoch schon einmal in den Sinn gekommen, dass eben diesen labilen Gemütern unter Umständen die Lust auf beide Geschlechter genommen wird? Das ist tragisch, oder nicht?“

        Wenn jemandem die Lust auf beide Geschlechter fehlt, dann ist das halt so und sein gutes Recht.
        Warum sollte das tragisch sein? Vielleicht ist er sogar glücklicher, wenn er sich mit diesem ganzen Sex- und Beziehungskram nicht befassen muss, Wer weiß?

        „Es geht eben bei diesem perfiden Unterfangen mitnichten darum, den Anteil der Homosexuellen zu erhöhen, sondern darum den Anteil der Heteros zu verringern.“

        Ich bin der Meinung es geht darum, Homo- und Heterosexualität als gleichwertige, legitime Sexualitäten anzuerkennen ( und ich denke es ist bereits das, was Dich stört). Für Deine These fehlt mir der Beweis.

      16. „Wenn jemandem die Lust auf beide Geschlechter fehlt, dann ist das halt so und sein gutes Recht.“

        Wenn dieser Mangel aber durch erzieherische Maßnahmen von Staatswegen verursacht wird, sieht die Sache anders aus.

        „Vielleicht ist er sogar glücklicher, wenn er sich mit diesem ganzen Sex- und Beziehungskram nicht befassen muss, Wer weiß?“

        Vielleicht ist er aber auch unglücklicher, weil ihm durch staatliche Indoktrination die Möglichkeit einer Beziehung genommen wurde?

        „Ich bin der Meinung es geht darum, Homo- und Heterosexualität als gleichwertige, legitime Sexualitäten anzuerkennen“

        Warum bist du dieser Meinung? Weil Politikerdarsteller, die lügen, wenn sie nur die Augen bewegen, das permanent erzählen?

        Ich habe dir meine Meinung gesagt, und habe sie ausreichend begründet. Sie kann stimmen, muss aber nicht. Eine Meinung bedarf nicht des Beweises, um eine Meinung zu sein, sondern einer Begründung.
        Ohne Begründung wirkt der zitierte Satz von dir wie eine Floskel, eine reichlich naive noch dazu. Glaubst du ehrlich, dass es , zum Beispiel einen Henry Kissinger einen Pfifferling schert, ob wir unsere sexuellen Neigungen als gleichwertig betrachten? Nein, mein Guter. Solche Leute wissen um die Verschiedenheit beider Ausprägungen, und auch um den Umstand des Gerechtigkeitsempfindens, dass gleiche Rechte mit gleichen Pflichten einhergehen (sollten). Über die Pflichten ist in der von euch propagierten Debatte auch recht wenig zu vernehmen. Es geht immer nur um Rechtsansprüche. Glaub mir, auch dieser Umstand schlummert im Gerechtigkeitsbewußtsein der Hetero-Mehrheit. Darin begründet sich auch die unterschiedliche Auffassung der Wertigkeit. Mich stört lediglich, dass ihr Äpfel mit Birnen vergleicht, und euch diese Widersprüchlichkeit nicht aufgehen will. Mich stört, wenn sich eine so genannte wissenschaftliche Definition in ihrer Gesamtaussage ad absurdum führt. Und mich stört, wenn mit so einer Pseudo-Definition Politik gemacht wird. Mich stört auch, wenn unsere Gesellschaft mit dieser heuchlerischen Toleranz-Duselei vor den Baum gefahren und in eine ideologische Zwangsjacke gefesselt wird. Mich stört die Tatsache, dass die Mehrheit der Bevölkerung ihre Ansichten heute nur noch hinter vorgehaltener Hand zum Ausdruck bringen kann, um ja nicht auch nur den Anschein von Diskriminierung erkennen zu lassen. Mich stört, dass die Logik einer irrigen, ideologischen Schimäre geopfert wird, nur weil eine Minderheit auf Rechte pocht und dabei die Pflichten ignoriert, die für die Mehrheit ein wichtiger Bestandteil dieser Rechte sind.

      17. „Wenn dieser Mangel aber durch erzieherische Maßnahmen von Staatswegen verursacht wird, sieht die Sache anders aus.“

        Ja, wenn. Ist allerdings pure Spekulation.

        „Glaubst du ehrlich, dass es , zum Beispiel einen Henry Kissinger einen Pfifferling schert, ob wir unsere sexuellen Neigungen als gleichwertig betrachten?“

        Ich kann mich nicht erinnern, dass Henry Kissinger der Kopf hinter dem Bildungsplan in Ba-Wü oder der Homo-Ehe ist.

        „und auch um den Umstand des Gerechtigkeitsempfindens, dass gleiche Rechte mit gleichen Pflichten einhergehen (sollten). Über die Pflichten ist in der von euch propagierten Debatte auch recht wenig zu vernehmen.“

        Von welchen Pflichten sprichst Du?

      18. „Ja, wenn. Ist allerdings pure Spekulation.“

        Gut. Du verstehst also, dass es ein Problem darstellen würde, wenn sich der Staat in die Persönlichkeitsfindung von Jugendlichen einmischt und seelischen Schaden verursacht. Dass das Spekulation ist, weiß ich. Mir sind auch keine Fälle bekannt. Das bedeutet aber gleichzeitig nicht automatisch, dass es sie nicht gibt. Wenn dann dürften sie sich aber in einer statistisch irrelevanten Größenordnung bewegen. Für eine Spekulation ist die Problematik aber ausreichend. Denn Spekulationen dienen dazu, ein Thema von verschiedenen Sichtweisen zu betrachten. Nur Spekulationen ermöglichen, dass Problemfelder im Voraus erkannt werden und in eine Betrachtung einfließen. Man nennt das auch, „sich Gedanken machen“. Ideologische Schnellschüsse zeichnen sich allerdings dadurch aus, dass Spekulationen von vorn herein abgewürgt werden. Die dadurch logischerweise einseitige Betrachtung einer Problematik, führt letztendlich dazu, dass Probleme bestenfalls erst erkannt werden, wenn es zu spät ist, unter Umständen allerdings auch gar nicht. Sehr wohl sind mir Fälle bekannt, dass Grundschüler von der Präsentation weiblicher Genitalien im Sexualkundeunterricht regelrecht angewidert reagiert haben. Und das konnte nur deshalb passieren, weil sich die dafür Verantwortlichen offensichtlich keinerlei Gedanken darüber gemacht haben, dass Kinder erst ab einem gewissen Alter die nötige Reife für derartige Themen aufweisen.

        „Ich kann mich nicht erinnern, dass Henry Kissinger der Kopf hinter dem Bildungsplan in Ba-Wü oder der Homo-Ehe ist.“

        Ach nee. Der kommt ja auch aus Fürth und nicht aus Stuttgart. 😉 Politisch strategisches Denken reicht immer weiter, als von der Tapete bis zur Wand. Diese Kleinigkeit unterscheidet dauerhafte, unwählbare Politiker von kurzlebigen, wählbaren Potikerdarstellern. Globale Strategen teilen jedenfalls die Ansicht, dass es zu viele nutzlose Menschen, besonders in der westlichen Welt gibt, und dass destruktive Maßnahmen gegen diese Resourcenverschwendung eigentlich unumgänglich sind. Das ist keine Spekulation. In den knallharten Kalkulationen dieser Leute ist kein Platz für irgendeine Form von Mitgefühl. Ich habe nicht von der Person Henry Kissinger, sondern von dem Synonym Henry Kissinger gesprochen. Eigentlich habe ich das deutlich genug in meine Formulierung eingebaut, aber sei’s drum. Die Tatsache, dass du von den Pflichten, die mit den von dir geforderten Rechten fest verknüpft sind, nicht den blassesten Schimmer hast, erklärt mir deine Verständnislosigkeit. Wie gesagt, ich habe kein Interesse an fruchtlosem Geschwätz auf Small-Talk-Basis. Ich werde deine Einwürfe freigeben, wenn sie die Niveaugrenze nicht unterschreiten, werde sie blocken, wenn sie das tun und dich blocken, wenn das Überhand nehmen sollte.

        Ansonsten wünsche ich dir ein schönes Wochenende.

    2. „Ich finde Karstens Idee übrigens durchaus nachvollziehbar und Adrians Panik, seine Sexualität könnte unsichtbar gemacht werden, ziemlich … ähm … fernliegend.“

      Vielleicht hast Du nicht richtig gelesen, aber Karstens Idee besteht darin, dass meine Sexualität keine Sexualität ist.

      1. @Adrian

        Doch, ich hab das gelesen – Christian auch und er sagt zu diesem Punkt völlig richtig, daß dann auch sein Sex keine Sexualität sei. Und das trifft auf mich dann auch zu.

        Die Pointe besteht nicht darin, Schwulen etwas wegzunehmen, sondern Heteros zu geben, was ihr habt und haben sollt: sexuelle Intimität um der Lust willen.

        Das würde durchaus gesellschaftspolitische Folgen haben und führt zu einem viel besseren Ergebnis, als Quoten für jeden Scheiß nach der sexuellen Orientierung zu zementieren.

        Sexuelle Diskriminerung verschwindet meiner Einschätzung nach nicht dann, wenn man für alle Schwule, Lesben, Heten, Translovers, M2F, F2M etc.Sondernregelungen in Benimmregeln, Wirtschaft, Gesellschaft und was weiß ich noch wo einführt, sondern dann, wenn wir aufhören, einen Unterschied zu machen: Ich seh dich nicht als Schwulen und du mich nicht als Hete.

        Du willst genau das Gegenteil. Für Sofortmaßnahmen mag das gehen, auf Dauer ist es Quatsch.

  6. @ Adrian
    Ich habe gerade einen Kommentar von dir in den virtuellen Mülleimer gestopft. Ich hoffe das geht in Ordnung. Es war mir klar, dass ich diese Option früher oder später einmal ziehen muss. Wenn an einem sachlichen Diskurs kein Interesse besteht, steht es jedem frei, sich der Diskussion zu enthalten. Wie gesagt, die Argumente habe ich, wenn du glaubst eine Meinung dazu zu haben, dann begründe sie, sonst ist es keine. Derartige Bemerkungen aber lese ich nicht mit meinen Augen. Ich denke, du weisst, womit ich das tue.

  7. Wenn ich Christian und Adrian lese, geht es schon schwer an meine Grenzen. Ich vermute, es geht u. a. um die Bildungspläne.

    Ich habe dazu mehrere Artikel geschrieben. Heute auch wieder.
    http://nicht-feminist.de/2014/06/muenchen-es-gibt-nur-noch-homofamilien/
    und
    http://www.pelzblog.de/2014/06/familienpaesse-sind-nur-noch-fuer-homofamilien/

    Vorher schon:
    http://www.pelzblog.de/2014/01/die-bildungsplaene-sind-genderplaene/
    http://www.pelzblog.de/2014/02/bildungsplaene-was-zu-lesen/

    Das sind alles weder homophobe noch sonst irgendwie phobe Artikel. Eine gesunde Diskussion lässt sich anscheinend aufgrund der Ideologie, die vermittelt werden soll, nicht mehr führen.

    Ich denke, Du verstehst mittlerweile meinen ersten Kommentar. 😉

    1. Adrian’s Art ist symptomatisch für die Regenbogengesellschaft: egoistisch, uneinsichtig und naiv. Schaden, der in ihrem Namen angerichtet wird, interessiert diese Leute einen Scheiß. Hauptsache sie haben ihren Spaß, und können Rechte erschleichen, die ihnen gar nicht zustehen. Nicht deren Intimpraxis ekelt mich an, sondern deren Sozialverhalten. Wenn man mich deswegen homophob nennt, nehme ich dieses Kompliment gern entgegen.

      1. Christian ist allerdings – soweit ich weiß – nicht von der Regenbogenfraktion.

        Diese Fraktion ist auch nicht immer völlig irreal. Ich kenne z. B. einen Vorsitzenden einer „queer“ Organisation. Mit dem verstehe ich mich super und wir ärgern uns auch ständig gegenseitig.

        Christian und Adrian arbeiten allerdings ständig der feministischen Lesbenszene zu.

        Irgendwann wird Adrian bemerken, dass er „NUR“ ein Mann ist und er zu den nächsten zählt, die sich die Feministen vornehmen.

        „Homophob“ und „Nazi“ wird mittlerweile so inflationär verwendet: Es verliert bald völlig seine Bedeutung.

        Als homophob werde ich auch immer wieder beschimpft. Dabei habe ich mich letztens noch auf einer Veranstaltung von Schwulen – es war als Veranstaltung von Homosexuellen angekündigt, aber die Lesben ziehen sich schon jetzt von den Schwulen zurück, dass es nur eine Veranstaltung von Schwulen geworden ist – herumgetrieben.

        Mein Sohn war dabei und es war nett. Das Sozialverhalten aber lässt so langsam wirklich zu wünschen übrig. Sie springen auf den faschistoiden Zug der Feministen auf. Kritisiert man gewisse Verhaltensweisen, ist man halt ein Homophober oder direkt ein homophober Nazi.

        Feministen sagen ja einfach nur noch Maskutroll.

  8. Ich bin zwar auch der Meinung das man zwischen Hetero und anderen Formen der Sexualität unterscheiden sollte da nur erstere zu Nachkommen führen kann.
    Aber daraus dann ableiten das Homosexualität oder Zoophilie oder Objektophilie keine Formen der Sexualität sind, erschließt sich mir nicht.

    Da man doch zwischen Geschlechtlichkeit im rein biologischen Sinn (= 2 verschiedene Geschlechter die zur fruchtbaren Fortpflanzung benötigt werden) also dem Sein und der Sexualität im Sozio-biologischen Sinn also dem geschlechtlichen Handeln unterscheiden muss.

    Den zweiten Teil der Definition zu entfernen ist einfach nur Unfug
    Oder wie will der Autor z.b. das vorkommen von homosexuellen Handlungen bei Primaten und anderen Säugetieren erklären?
    Oder die Existenz von Mauleseln oder Maultieren?
    wenn nur der Erste Teil der Definition Gültigkeit hätte.

    1. Ich frage mich, was der „Sozio-biologische Sinn“ mit Sexualität zu tun hat? Sozio-biologische Handlungen haben doch gößtenteils eine ganz andere Motivation als sexuelle. Das Tiere hierbei ihre Sexualorgane benutzen, um zum Beispiel Machtansprüche in der Herde geltend zu machen, oder um Spannungen abzubauen mag stimmen, dem liegt aber nicht zwingend eine sexuelle Motivation zugrunde. Sozio-biologische Handlungsweisen haben einen wesentlich komplexeren Spielraum als rein sexuelle. Auch Kämpfe, Hierarchieeinstufungen und der Spieltrieb bei Jungtieren sind sozio-biologische Handlungsweisen. Die Motivation hinter diesen Handlungen ist jedoch nicht unbedingt sexueller Natur; sie können durchaus sexuelle Komponenten aufweisen, die keine sexuelle Motivation haben. Es geht mir um die Allgemeingültigkeit einer Definitionsgrundlage (Sexualität) unter den gegebenen Bedingungen. Der so genannte „soziobiologische Sinn“ weist eben Bedingungen auf, die der Definitionsgrundlage widersprechen, und DADURCH in der exakten Definition keinen Platz finden.
      Wenn die primären Bedingungen einer Definition nicht erfüllt werden, sind jegliche sekundären Aspekte, die diese Definition begleiten, hinfällig. Und das ist grundsätzlich so.

  9. Hallo Herr Mende,

    willkommen im Club der Homophoben. Ich bin da ja ein besonders schlimmer Fall. Ich betrachte Homosexualität doch tatsächlich als pathologisch. Ich will zu dieser Debatte hier auch mal meinen Senf hinzugeben. Ich gebe Ihnen grundsätzlich recht, daß Homosexualität keine Sexualität im eigentlichen Sinne ist. Der Begriff ist ein Euphemismus und die Gesellschaft bzw. Wikipedia hier eindeutig tendenziös. Trotzdem ist er meiner Meinung nach zu einem gewissen Maß legitim, weil aus schlicht sprachpragmatischen Gründen. Deshalb sprechen wir ja auch von Pädosexualität – wobei man hier untersuchen müßte, welche Entstehungsgeschichte dieser Begriff hat. Möglicherweise ist er ein Euphemismus der Pädophilen und ihrer Unterstützer.

    Schlußendlich muß ich aber noch kritisieren, daß man Sexualität durchaus zu recht weiter fassen kann, da man sich beim Petting oder Küssen nun einmal eindeutig sexuell erregt fühlt und nicht bloß high oder dergleichen.

    Man kann also durchaus mehr als sexuell bezeichnen als den bloßen Geschlechtsakt. Und in diesem Sinne ist auch „Homointimität“ sexuell. Das sollte man durchaus zugestehen. Nur ist es eben keine Sexualität im eigentlichen Sinne, sondern nur eine Art Quasi-, Ersatz- oder Notsexualität.

    In der Gesellschaft tut man allerdings so, als sei Homosexualität völlig gleichwertig mit der Heterosexualität, was natürlich Blödsinn ist. Es ist eine leicht zu erkennende Abwehr, damit man sich nicht genauer mit den Hintergründen der Homosexualität befassen muß.

    Da könnte man ja evtl. auf recht unangenehme und merkwürdige Dinge treffen. Und Toleranz hat heute schließlich Priorität. 🙂

    PS: Ich bin ja der Ober-Homophobe der Männerbewegung, dem man ständig in den Rücken fällt, als die Männerbewegung gerade dabei war, sich als homokritisch darzustellen. 🙂 Vielleicht interessiert Sie ja dieser Artikel von mir oder Sie kennen ihn schon: http://gender-universum.de/die-homo-luege/

    1. Hallo Mr. Kirk,
      Ich habe „gender-universum“ schon in meinem blogroll verlinkt. Wie ich sehe, haben wir einiges gemeinsam: auch ich betrachte nicht-heterosexuelle Neigungen als pathologisch. Allerdings versuche ich die Sache ein wenig tiefgründiger zu betrachten. Sprachpragmatische Gründe allein reichen mir nicht aus, um einem Missverhältnis „tendenzielle Legitimation“ zu bescheinigen. Deshalb spreche ich ganz bestimmt nicht von „Pädosexualität“, sondern von Kindesmissbrauch. Dafür brauche ich mich nicht zu schämen. Mein Artikel sollte einen Ansatz bieten, die gebräuchlichen Formulierungen zu überdenken. Ich verstehe, dass es schwierig ist Denkblockaden zu überwinden. Aber man sollte hier zwischen Erotik und Sexualität unterscheiden. Erotik schließt sämtliche subjektiven Empfindungen und individuellen Neigungen problemlos ein, während Sexualität das eben nicht mehr tut. Die gebräuchliche Formulierung „Ich habe Sex mit…“ hat in einer sachlichen Diskussion über Sexualität keinen Platz. Es ist heiß, wenn eine Mieze mein Ohrläppchen kitzelt und sich daraufhin meine Jeans hebt, aber trotzdem ist mein Ohr KEIN Sexualorgan. Genau so wenig, wie mein Rektum eins ist. Ich sehe, dass hier eine Denkblockade überwunden werden muss. Für eine faktische Auseinandersetzung ist eine Trennung unerlässlich. Bei genauerer Überlegung sollte es klar sein, dass diese beiden Dinge ähnlich, aber eben nicht gleich sind.

      „Man kann also durchaus mehr als sexuell bezeichnen als den bloßen Geschlechtsakt. Und in diesem Sinne ist auch “Homointimität” sexuell. Das sollte man durchaus zugestehen. Nur ist es eben keine Sexualität im eigentlichen Sinne, sondern nur eine Art Quasi-, Ersatz- oder Notsexualität.“

      Nennen wir es, wie es ist: PSEUDO-SEXUALITÄT!!! Ist das so schwer, Kollege?

      „PS: Ich bin ja der Ober-Homophobe der Männerbewegung, dem man ständig in den Rücken fällt, als die Männerbewegung gerade dabei war, sich als homokritisch darzustellen. 🙂 Vielleicht interessiert Sie ja dieser Artikel von mir oder Sie kennen ihn schon: http://gender-universum.de/die-homo-luege/

      Ist mir aufgefallen. Ich bin gern bereit, dieses Schicksal zu teilen (wenn auch meine „Berühmtheit“ zu wünschen lässt, bin ja „Neuling“)

      Ich heiße übrigens Karsten und trinke Bier auch VOR vier 😉 …

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