AIDS – Eine gefährliche Lücke im System

Während ich immer noch auf eine Reaktion auf meinen Offenen Brief an das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium warte (als ob ich damit gerechnet hätte), hat sich ein Mediziner der Medizinischen Universität Wien im Standard zu Wort gemeldet, der noch einmal ausdrücklich bestätigt, dass der Offene Brief vollkommen berechtigt ist. Da ich diesen Brief als Laie verfasst habe, meint das Ministerium wohl, die darin formulierten Kritikpunkte ignorieren zu können.

Spätestens seit es das Ministerium versäumt hat, sich von diesem Verein zu distanzieren und die Äußerungen des Sprechers des Vereines zu verurteilen, muss ich zwingend davon ausgehen, dass ideologische Übereinstimmung zwischen Ministerium und Verein bestehen. Jedenfalls betrachte ich die ausbleibende Antwort des Ministeriums als Bestätigung dahingehend, dass es ungeschützte Intimpraktiken von HIV-Infizierten als offizielle Landespolitik ansieht und ebenso an Schulen durch diesen Verein an Heranwachsende weitergibt. Auf die Kleine Anfrage der FDP im Düsseldorfer Landtag vom 18.11.2015 hat die Landesregierung ebenso wenig reagiert, wie auf meinen Offenen Brief. Das ideologische Sprachrohr des Vereines, queer.de, hatte umgehend auf die parlamentarische Formalität reagiert und die Landes-FDP mit der üblichen Hetze diffamiert.

Safersex
Fragwürdige AIDS-Aufklärung

Die AIDS-Hilfe NRW, die, ebenso wie „SchLAu NRW“, schon deshalb als unseriös zu betrachten ist, da sie finanziell von der Verbreitung des HI-Virus profitiert, hat sich denn auch empört gezeigt über die Frechheit, die sich die NRW-Liberalen herausgenommen haben, einen Verein zu kritisieren, der in ihrem Sinne die Indoktrination von Schülern betreibt. Was, so kann man sich zu Recht fragen, würde die „AIDS-Hilfe“ an Steuermitteln kassieren, gäbe es zukünftig keine HIV-Infizierten mehr? Hier lässt sich leicht eine Überschneidung der Interessen ausmachen.

queerde
queer.de-Das Zentralorgan der Homo-Lobby

Dass man weder bei queer.de, noch bei „SchLAu NRW“, erst recht nicht bei der Stellungnahme der „AIDS-Hilfe NRW“ einen Hinweis auf die Ansteckung mit anderen gefährlichen Krankheiten findet, ist insofern bedenklich, dass auch auf diesem Gebiet eine Ansteckung und Erkrankung gefördert wird, wenn man die Risiken in der schulischen „Aufklärung“ unterschlägt. Auf der Webseite de „Deutschen AIDS-Hilfe“ kann man lediglich eine Beschwerde daraufhin finden, dass man  dort der Ansicht sei, von der FDP falsch zitiert worden zu sein. Das ist aber reine Interpretationssache. Da es in der ganzen Angelegenheit darum geht, einem HIV-Infizierten, der wissentlich andere Menschen über seine Infektion im Unklaren lässt und bewusst dem Risiko einer Ansteckung aussetzt, Verantwortungsbewusstsein zu attestieren, ist alles, was von dieser Organisation zur Eigenverantwortung genannt wird, nichts als Augenwischerei.

Immerhin hat auch ein Gastautor der Huffington Post eine für „SchLAu NRW“ bedrohliche Situation erkannt. Dr. Daniel Krause spricht dort offen von einer „Vertrauenskrise“ und zeigt sich sehr in Sorge darüber, dass die Leichtsinnigkeit des „SchLAu“-Sprechers die Aktivitäten des Vereins gefährden könnte. Er verweist in seinem Beitrag darauf, dass die vermeintliche Sicherheit, in der sich sogenannte therapierte HIV-Infizierte wägen, trügerisch ist und darauf, dass die Leichtsinnigkeit dieser Risikogruppe durchaus mit dem Anstieg der Neuinfektionen mit dem AIDS-Erreger zusammenhängen kann.

ChristianNaumann
Der ehemalige Sprecher von „SchLAu-NRW“ Christian Naumann

Die Frage, ob es nun Dummheit war, oder aber das Wissen um totale politische Rückendeckung, die den ehemaligen Sprecher des Schwulen-Netzwerkes Christian Naumann zu seiner leichtfertigen Aussage bewogen haben, kann ich nicht beantworten. Wahrscheinlich war es beides. Denn anders als Naumann glaubt, ist von „Schutz durch Therapie“ nur insofern zu sprechen, wenn sich die Betroffenen auch therapeutischen Maßnahmen unterziehen würden. Dazu gehören eben auch regelmäßige und umfassende Kontrollen. Die steigende Zahl der Neuansteckungen, speziell bei männlichen Intimpartnern, weist jedoch auf gefährliche Lücken in diesem Therapiesystem hin. Offensichtlich ist Verantwortungslosigkeit bei der Gruppe der schwulen HIV-Infizierten  besonders ausgeprägt, denn allein dort ist ein Anstieg der Zahlen zu beobachten. Heterosexuelle, sowie drogenabhängige HIV-Infizierte sind von diesem Anstieg nicht betroffen. Die Aussagen des HIV-Experten Gerold Felician Lang von der Medizinischen Universität Wien beziehen sich zwar auf Österreich, sind jedoch, wie unlängst im Handelsblatt genannt, auch auf Deutschland hin gültig.

Deswegen bleibt es für meinen Teil bei meinem Einwand, einen Verein wie“SchLAu NRW“ zur Sexualaufklärung durch die Schulen des Landes zu schicken, besonders da sich gezeigt hat, dass das Verantwortungsbewusstsein mit HIV unter Schwulen geringer ausgeprägt zu sein scheint als bei Drogenabhängigen. Die veröffentlichten Zahlen bekräftigen meinen Einwand nicht weniger als die Aussage des Ex-Sprechers Christian Naumann.

Karsten Mende

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3 Kommentare zu „AIDS – Eine gefährliche Lücke im System

  1. „… da sie finanziell von der Verbreitung des HI-Virus profitiert, “

    Was ich auch teilweise vermute. Das wird aber für die gesamte Helferindustrie gelten. Immerhin haben die anderen meist, siehe Feminis- und Genderismus, oft noch den Vorteil ihre Hilfsziele einfach erfinden und frei behaupten zu können.

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