Grounded – Die Abschaffung der Landesverteidigung (Teil 3)

Nun offenbart sich eine eklatante Fehleinschätzung. Ausgerechnet Ursula von der Leyen bläst der eiskalte Wind der Realität heftig um die Ohren und zerzaust ihre Frisur. Hatte man nicht bei ihrem Dienstantritt in den Leitmedien verkündet, dass sie in diesem Ressort eigentlich nichts falsch machen kann?

Ministerin von der Leyen: erhöhte Attraktivität des Soldatenberufes für Frauen ist ihr primäres politisches Ziel
Ministerin von der Leyen: erhöhte Attraktivität des Soldatenberufes für Frauen ist ihr primäres politisches Ziel

Bei ihrem Amtsantritt 2013 schrieb die „Alpenprawda“ noch eine Lobeshymne auf ihre Person: „Hier kann sie nicht nur verwalten, hier kann sie glänzen – und wenn sie scheitert, wird es nicht so schlimm, weil es ohnehin niemand anders erwartet hat.“ (sueddeutsche.de)

Nun, es hat niemand etwas anderes erwartet als ihr Scheitern. Allerdings ist das Ausmaß ihres „Scheiterns“ beachtlich. Der einzige vorzeigbare „Erfolg“ dieser Ministerin ist eine „Bundeswehr-Kita“, deren Kosten sich etwa auf 2,4 Millionen Euro beliefen. Ansonsten „glänzt“ die Frau Ministerin lediglich darin illusorische Luftschlösser zu bauen. In den Stuttgarter Nachrichten kann man nachlesen, wie im Verteidigungsministerium die Prioritäten verteil sind: „Insgesamt sind es 140 Mann, aber keine einzige Frau. Schon wieder ein Erkenntnisgewinn. Der Frauenanteil der Bundeswehr liegt mit 10 Prozent weit unter dem Soll von 15 Prozent. Eine höhere Attraktivität der Truppe für Frauen hat von der Leyen bereits zu einem ihrer ersten politischen Ziele erklärt.“ (Hervorhebung durch den Autor)

Das G36 ist nur bedingt einsatztauglich. Durch  Überhitzung kann es zu Streufeuer oder Ausfall der Waffe kommen.
Das G36 ist nur bedingt einsatztauglich. Durch Überhitzung kann es zu Streufeuer oder Ausfall der Waffe kommen.

Ein Erkenntnisgewinn wäre in diesem Ressort allerdings gewesen, den mangelhaften Zustand der Ausrüstung auszumachen.

Nun kommen noch die peinlichen Unzulänglichkeiten der Luftwaffe hinzu.

Transall C-160D der Bundeswehr. Von 43 Maschinen dieses Typs sind nur 24 einsatzfähig.
Transall C-160D der Bundeswehr. Von 43 Maschinen dieses Typs sind nur 24 einsatzfähig.

Ein Ergebnis dieser Groteske ist, dass die Bundeswehr für größere Lufttransporte auf Maschinen des Typs  KC-10 der niederländischen Streitkräfte angewiesen ist, da sie selbst nicht über ausreichendes Gerät für aktuelle Transportanforderungen verfügt.

Eine Maschine des Typs KC-10 der niederländischen Streitkräfte steht mit einem Defekt in Leipzig
Eine Maschine des Typs KC-10 der niederländischen Streitkräfte steht mit einem Defekt in Leipzig.

Die hier aufgezeigte Mängelliste ist nur ein grober Anriss. Allerdings sind schon diese Mängel in der aktuellen Weltlage mehr als beunruhigend. Wie aber stellt sich Frau Ministerin die Modernisierung der Bundeswehr vor?

Bei n-tv sind folgende Punkte gelistet:

„Von der Leyen hat sich zum Ziel gesetzt, die Truppe durch eine Reihe großangelegter Maßnahmen zu einem der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands zu entwickeln:

  • Unliebsame Versetzungen an andere Standorte will die Ministerin eindämmen.
  • An fast allen Kasernen soll es eine Kita geben.
  • Um darüber hinaus ein Familienleben pflegen zu können, sollen Soldaten die Möglichkeit erhalten, in Teilzeit zu arbeiten.
  • Soldaten sollen dank Laptops und neuer Dienstregeln künftig leichter von Zuhause arbeiten können.
  • In Kasernen sollen Flachbildfernseher und kostenlose WLAN-Zugänge zur Verfügung stehen.
  • Ausbilder sollen so trainiert werden, dass sie besser auf die Bedürfnisse der Soldaten eingehen können.

Hinzu kommen etliche andere Maßnahmen, wie die Möglichkeit, sich online für den Dienst zu bewerben. Insgesamt will von der Leyen 100 Millionen Euro aus dem Etat des Verteidigungsministeriums für ihre Attraktivitätsoffensive ausgeben.“

Punkt eins:

– eine „unliebsame Versetzung an andere Standorte“ könnte zum Beispiel ein Einsatz in einem Kriegsgebiet sein. Das gilt es also „einzudämmen“.

Punkt zwei:

– haben Kinder auf dem Gelände einer Kaserne nichts zu suchen.

Punkt drei:

– ist der Beruf des Soldaten, wie kaum ein anderer, vollkommen ungeeignet für „Teilzeitbeschäftigung“.

Punkt vier:

– kann man Militäreinsätze nicht „von Zuhause“ aus führen.

Punkt fünf:

– ist die Freizeitgestaltung eines jeglichen Berufstätigen Privatangelegenheit. Soldaten bilden hier keine Ausnahme.

Punkt sechs:

– haben Soldaten so trainiert zu werden, dass sie den Bedürfnissen ihres Arbeitgebers gerecht werden (und nicht anders herum)!

Die einzelnen Punkte der „großangelegten Maßnahmen“ sind der eindeutige Beweis, dass einsatzrelevante Erfordernisse bei Frau von der Leyen überhaupt keine Priorität genießen. Das ist der Grund, weshalb ich mich hüte, im Zusammenhang mit dieser Person von einer Verteidigungsministerin zu sprechen. Die Tatsache, dass diese Frau 100 Millionen Euro für einen derartig absurden Nonsens veruntreuen will, während das Fluggerät verrottet und die rudimentären sicherheitstechnischen Einsatzvoraussetzungen nicht gewährleistet sind, lässt den Schluss zu, dass es sich bei den Aktivitäten der Ministerin nicht um „Scheitern“ handelt, sondern um planmäßige Erfüllung ihres Zieles:

-die Abschaffung der Landesverteidigung.

Karsten Mende

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3 Kommentare zu „Grounded – Die Abschaffung der Landesverteidigung (Teil 3)

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